München - München macht Stimmung für die Winterspiele 2018: Willy Bogner koordiniert, Kati Witt flötet, doch Christian Ude patzt - ein bisschen wenigstens.

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Stimmungsmacher: Kati Witt begeistert nicht nur IOC-Mitglieder, sondern auch Willy Bogner (l.) und Christian Ude.
Wenn es nach Kanadas Popstar Nelly Furtado ginge, wäre die Sache klar. „München ist eine meiner Lieblingsstädte. Also ich bin definitiv für Winterspiele in Deutschland 2018“, meint die Sängerin, die zuletzt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Vancouver geträllert hatte. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Die Frage ist nur: Werden die Herren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) den Ratschlag der Popröhre befolgen?
Die Münchner Olympia-Strategen mögen sich freilich nicht darauf verlassen. Sie nutzen derzeit bei den Spielen in Vancouver jede Chance, mit IOC-Mitgliedern ins Gespräch zu kommen und Werbung für die Landeshauptstadt zu machen. Es ist die letzte Chance, dies so offensiv zu tun, bevor am 6. Juli 2011 die Entscheidung im südafrikanischen Durban fällt, ob München, das südkoreanische Pyeongchang oder Annecy in Frankreich den Zuschlag erhält.
In der Nacht zum Dienstag stellten sich die drei Bewerber in Vancouver der Weltpresse vor. Knallharte Kampfansagen der Kandidaten blieben natürlich aus. Dennoch dürfte den Münchnern nun die Schwere der Aufgabe, gegen Pyeongchang anzutreten, bewusster denn je sein. „München hatte die bessere Präsentation, Pyeongchang hat die besseren Argumente“, urteilte die Deutsche Presseagentur. Annecy habe hingegen nur eine „blasse Nebenrolle“ gespielt. „Ohne klares Konzept und klare Botschaft“, hieß es.
Ude hingegen unterlief bei der Vorstellung ein Missgeschick. In seiner von ihm abgelesenen Rede versicherte der OB auf Englisch, es habe niemals einen ernsthaften Vorfall auf dem Oktoberfest gegeben – den es mit dem Bombenattentat von 1980 aber gab. „Ich bedaure dieses Missverständnis außerordentlich“, entschuldigte sich Ude wenig später. „Selbstverständlich sollte mit keinem Wort die Erinnerung an das schreckliche Wiesn-Attentat in Frage gestellt werden.“ Es sei aber in seinem Manuskript kurzfristig eine Änderungen vorgenommen worden und so ein falscher Bezug entstanden. Gemeint gewesen sei der Olympiapark, in dem es in den fast 40 Jahren seiner nach-olympischen Nutzung keinen solchen Vorfall gegeben habe.
Ab morgen will Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer für Olympia 2018 in München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königsee werben. Er wird während seines zweitägigen Aufenthalts in Vancouver einzelne Wettbewerbe besuchen und mit Olympia-Funktionären zusammentreffen. mk/dpa




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