Von Nick Scheder
Ein verdienter Sieg für die Gäste, waren sich beide Trainer einig. „Wir haben nichts gemacht, keine Zweikämpfe angenommen, sind nicht die nötigen Wege gegangen“, schimpft der Gaißacher Interimscoach Tom Haslinger nach der Niederlage in der letzten Partie vor der Winterpause. Die Gäste hatten deutlich mehr vom Spiel, waren effizienter im Angriff und ließen kaum Chancen zu. „Wir waren hinten kompromisslos und haben unsere Möglichkeiten genutzt“, freut sich MTV-Coach Stefan Fäth.
„Berg hat keine Glanzlichter gesetzt“, meint Haslinger. „Aber wir waren auf jeden Fall schlechter.“ Vor allem seine Abwehr, die in den vorherigen Spielen – in gleicher Besetzung – selten etwas anbrennen ließ, erkannte Haslinger nicht wieder. Unsicher, schludrig, weit weg von den Gegenspielern, mit Ballverlusten und Stellungsfehlern – „das war ganz übel“, moniert Haslinger.
Um seiner Viererkette ein wenig Sicherheit zu geben, brachte er nach einer guten halben Stunde Adrian Happach als defensiven Mittelfeldspieler für den offensiveren Mathias Beutelrock. Da lagen die Platzherren jedoch bereits 0:2 zurück: Zunächst setzte sich Matthias Konnerth auf der linken Seite durch und schloss unbedrängt aus spitzem Winkel ab. Wenig später landete Patrick Allihns satter Schuss hinter SCG-Torhüter David Land im Netz.
Ganz ohne Widerstand ließen sich die Gaißacher nicht vom eigenen Platz fegen. „Sie haben es immer mal wieder versucht“, räumt Fäth ein. „Aber wir haben nichts zugelassen.“ Michael Pföderls Freistoß aus 27 Metern war da noch eine der besten Gaißacher Chancen. Doch der Ball strich knapp am Kreuzeck vorbei. Auf der Gegenseite wurde es gefährlicher: mit Flanken auf die MTV-Spitzen. Sogar der kleine Fabian Kaske kam zum Kopfball.
Alles klar machte erneut Allihn: Er drosch die Kugel, die ihm Kaske schön quergelegt hatte, zum 3:0 unter die Latte.
Die anschließende Feier des SCG-Fanclubs hatte wegen des ruhmlosen Auftritts der Mannschaft einen zähen Start. Der Abschied in die Winterpause fällt nach so einem Auftritt schwer genug. Für das Gaißacher Interimstrainer-Duo war es jedoch sogar womöglich der letzte Einsatz für den SCG überhaupt: Haslinger und Sepp Kaltenhauser wollten das Team nur bis zur Winterpause übernehmen.










