Interimscoach Cem Dikis und seine Schleißheimer hätten im Derby gegen Lohhof beinahe für eine Überraschung sorgen können. Seine Mannen unterlagen nur mit 1:2. Dabei waren die Lohhofer die überlegene Mannschaft. „Wir hatten das Spiel von Beginn an im Griff“, sagte Lohhofs Trainer Leo Höfner. Bereits direkt nach dem Anpfiff tauchte Stephan Hörr allein vorm Schleißheimer Keeper auf, traf allerdings nicht (2.). Erst nach einem Foul an Höfner verwandelte dieser selbst den fälligen Elfmeter zum Führungstreffer (20.).
„Danach wurden wir leider schläfrig und wollten das Spiel nur runter spielen. Da war es aber noch zu früh“, erklärt Höfner. So kamen auch die Schleißheimer wieder zu Chancen. Christian Mikorey verwandelte in der Folge die Hereingabe von Enes Yalcin zum Ausgleich. „Nach der Pause war das Spiel heiß umkämpft, wie es sich für ein Lokalderby gehört“, sagt Schleißheims Technischer Leiter Günter Graßl. Doch auch die Lohhofer hatten sich in der Pause viel vorgenommen und kämpften mit. Als Michael Huber in zweiter Reihe stehend den Ball bekam, hielt er sich nicht lange auf, nahm den Ball direkt und versenkte ihn volley im Schleißheimer Tor zur erneuten Führung (60.).
Danach versuchten die Gastgeber es mit allen Mitteln, lösten die Doppel-Sechs auf und spielten mit einer Dreier- statt mit einer Vierer- Abwehrkette. Doch zwingende Chancen konnte sich Phönix nicht mehr erarbeiten. „Die Mannschaft hat nach dem Trainerwechsel große Moral gezeigt, gut gekämpft und leider knapp verloren“, erklärt Graßl. „Letztendlich ein ungefährdeter, verdienter Sieg“, findet dagegen Höfner.










