Merci, Servus, Ciao: Schön war’s in Unterhaching, aber jetzt kickt Florian Niederlechner (l.) lieber für Heidenheim. Auch Sascha Bigalke (r.) hat sich während dieser Saison vor der SpVgg verabschiedet – er wechselte zum 1. FC Köln. Foto: Robert Brouczek

Niederlechner plaudert Interna aus

Unterhaching - Für Florian Niederlechner kommt es bereits vor dem Auswärtsspiel der SpVgg Unterhaching zu einem merkwürdigen Aufeinandertreffen mit seinen alten Kameraden.

Von Robert M. Frank

Im Jahr 2012 war es für Florian Niederlechner nichts Außergewöhnliches, die Nacht im gleichen Hotel mit Spielern der SpVgg Unterhaching zu verbringen. Die Nacht vor dem Auswärtsspiel der SpVgg Unterhaching am Samstag beim 1. FC Heidenheim (14 Uhr) wird für den 22-Jährigen hingegen merkwürdig werden. Dann wird der zur Winterpause von der SpVgg zum 1. FC Heidenheim gewechselte Niederlechner abermals im gleichen Hotel der Hachinger Spieler nächtigen. Diesmal als Gegner. „Das Spiel ist schon etwas besonders, weil es meine alten Spezln sind“, sagt Niederlechner.

Der Angreifer aus Hohenlinden wohnt seit seiner Ankunft in Heidenheim an der Brenz in diesem Hotel. Erst zum 1. Februar wird der achtmalige Drittliga-Torschütze der laufenden Saison in der Kreisstadt eine eigene Wohnung beziehen. Eingewohnt hat sich Niederlechner in Baden-Württemberg bereits gut. „Ich wurde top aufgenommen“, sagt der Ex-Hachinger. Sportlich machte er im Team von Ex-Bundesligaspieler Michael Thurk gleich auf sich aufmerksam. In der Generalprobe vor der Partie gegen Haching schoss Niederlechner beim 3:1-Testsieg gegen den Regionalligisten KSV Hessen Kassel alle drei Tore. „Es wäre top, wenn das so weitergeht.“

Inwieweit der Weg für ihn weiter steil nach oben führt, wird die Zukunft zeigen. Aktuell rangieren die Heidenheimer einen Platz hinter den Hachingern auf Platz sechs. Nicht auszuschließen, dass am Ende Haching vor dem FCH steht. Das ist Niederlechner egal. Das Umfeld stimmt, die Zeiten als Geringverdiener in Haching sind zudem vorbei. „Heidenheim ist ein aufstrebender Klub. Sie spielen hoffentlich in den nächsten Jahren in der 2. Liga. Ich möchte mit Heidenheim nach oben“, so der Stürmer.

In Heidenheim musste sich der ehemalige Jugendspieler des TSV 1860 erst einmal umorientieren. Die Späße mit den jungen Mitspielern zu Hachinger Zeiten sind erst einmal vorbei. Heidenheim hat die drittälteste Mannschaft der Liga (Altersdurchschnitt bei 26 Jahren). Haching besitzt hinter den Nachwuchsteams vom VfB Stuttgart II und Borussia Dortmund II die jüngste Mannschaft (21,9). „Auf dem Trainingsplatz geht es ein Tick ernster zu“, beschreibt Niederlechner die neue Situation.

Mit vollem Ernst möchte er ins Spiel gegen seine alten Kameraden gehen. Auf volle Unterstützung aus München kann Niederlechner aus den Zuschauerrängen bauen. 25 Karten hat er für anreisende Fans vom seinem Heimatverein

SV Hohenlinden organisiert. Seinen Mitspielern hat er Tipps zu den Hachinger Stärken und Schwächen gegeben. „Da wird sich zeigen, wer die bessere Mannschaft ist. Wenn wir das umsetzen, dann packen wir es“, sagt Niederlechner. Die Hachinger werden ihm in der Nacht von Freitag auf Samstag freilich keine Tipps mehr geben.

Quelle: fussball-vorort.de

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