522.11.09|SC Olching|SC Olching|
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Olching - Zumindest vom Tabellenplatz her hat sich der SC Olching in seinem letzten Heimspiel etwas Luft verschafft. Treffer von Wolfgang Lankes, Felix Hirschnagl und Uli Fries sorgten in der zweiten Halbzeit für einen 3:0-Erfolg gegen den TSV Wasserburg.

Drunter und drüber ging’s nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Rängen. foto: weber
Allerdings zeigte die Partie auch, dass angesichts der Abstiegsgefahr bei beiden Mannschaften die Nerven blank lagen. Die letzten 20 Minuten waren zusätzlich mit zwei Roten und einer Gelb-Roten Karte gewürzt. Vor allem die Auseinandersetzung zwischen Olchings Thomas Schneider und Wasserburgs Benjamin Mleko in der 77. Minute sorgte für Zündstoff. Nicht nur, dass Mlekos rüdes Einsteigen an Andreas Haunreiter und Schneiders ungestüm wirkende „Hilfsaktion“ von Schiedsrichter Stephan Benzinger aus Nassenfels mit der Roten Karte geahndet wurden.
In der Folgezeit reagierten Wasserburger Spieler mit dem Stinkefinger in Richtung Publikum, das sich wiederum mit lautstarken Zurufen revanchierte. Auch nach dem Schlusspfiff kam es zwischen beiden Lagern noch für einige Minuten zu derart heftigen verbalen Auseinandersetzungen, dass sich der Ordnungsdienst veranlasst sah, beschwichtigend einzugreifen.
„Für Schneider hätte es auch die Gelbe Karte getan“, kommentierte Spielertrainer Thomas Griesgraber die Schiedsrichterentscheidung. Schneider sei nicht nur Opfer Wasserburger Schauspielkunst geworden, sondern auch der schlechten Vorbilder aus höheren Ligen, so Griesgraber. „Wenn sich Profis immer gleich theatralisch fallen lassen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn das anderswo nachgemacht wird.“
Dennoch sei der Sieg wichtig gewesen, so Griesgraber. „Das 3:0 ist ein Zeichen, dass es im Team passt.“ Davon war allerdings bei der sportlichen Umsetzung auf dem Spielfeld 55 Minuten lang kaum etwas zu bemerken. Die Wasserburger wirkten einen Tick motivierter und engagierter.
Auch schienen sich die Gäste dem Ernst der Tabellenlage eher bewusst zu sein. Der Pfosten bereits in der ersten Minute und ein bestens aufgelegter Torwart Markus Remlein bewahrten den SCO vor einem Rückstand. Eher spärlich waren die Offensivbemühungen der Gastgeber, die erst in der 44. Minute durch Guido Ziegler ihre erste Chance besaßen. „Vorne ist zu wenig passiert“, erkannte Griesgraber. Besserung trat erst mit dem 1:0 durch Wolfgang Lankes ein. Ein Moment, der auf den SC Olching befreiend und für seine Tabellensituation heilsam wirkte.
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