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Bayerns Basketballer sammeln Argumente für einen Sieg in Trier

Keiner trainiert besser

München - In dieser Woche hat Dirk Bauermann nun wirklich nichts mehr dem Zufall überlassen wollen. Auf die Auswärtsaufgabe am Samstag (20 Uhr) bei der TBB Trier hat der Trainer seine Profis sogar einen Tag länger eingestimmt als üblich.

 Und was er dabei erlebt hat, das hat den 54-Jährigen fast schon euphorisch gestimmt. „Unsere Qualität im Training ist enorm, das ist die höchste der Liga“, legte sich Bauermann fest. Erst recht seit der heilsamen Abfuhr in Tübingen (Bauermann: „Manchmal muss man einen vor den Schädel bekommen, um eine Situation zu kapieren“). Und dass man seit Wochenmitte, seit neben Jan Jagla (Knie) auch Aleks Nadjfeji (große Zehe) wieder ins Mannschaftstraining zurückkehrte, erstmals mit dem kompletten Kader üben kann, tut dem natürlich keinen Abbruch.

Die so hohe Qualität soll sich nun also endlich auch wieder einmal in fremder Halle auszahlen. Zum ersten Mal seit dem 15. Oktober, als sich der BBL-Neuling in Göttingen seine bislang einzigen Auswärtspunkte angelte. Die Gelegenheit scheint günstig, trotz eines Sieges gegen Ludwigsburg rangiert die TBB Trier auf einem Abstiegsplatz. Doch Bauermann, der mit seinen Spielern schon am Freitag via Luxemburg an die Mosel reiste, hat die Tücke im Detail erkannt: „Außer uns hat keine Mannschaft so viele knappe Spiele verloren wie Trier.“ In der Tat: Selbst die Branchenführer aus Bamberg und Berlin nahmen erst nach großen Kraftakten die Punkte aus Trier mit. Auch das Hinspiel im Audi Dome blieb mit 76:70 im Rahmen.

Und die TBB, die für das Duell mit dem FC Bayern die heimische Arena zum ersten Mal überhaupt ausverkaufte – die Kapazität wurde mit Tribünenausbauten sogar auf über 6000 aufgestockt – heizte die Stimmung mit forschen Slogans an („Heimspiel des Jahres“). „Das wird ein sehr intensives Match“, kündigte auch Triers Trainer Hendrik Rödl an, der ähnlich wie sein Münchner Widerpart stark auf die deutsche Karte setzt. Der halbe Kader ist mit heimischen Talenten besetzt. „Eine mutige Herangehensweise, die sich auszahlen wird“, findet Bauermann, „aber hoffentlich nicht gegen uns.“

Beim Versuch, nicht erneut überrumpelt zu werden, baut der Bayern-Coach nicht zuletzt auf seine US-Boys. Allen voran auf die langen Männer wie Center Jared Homan oder Chevon Troutman, wie Bauermann andeutet: „Sie haben eine Qualität, die für Trier individuell nicht zu verteidigen ist."

Von Patrick Reichelt

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