922.06.09|Sport|Sport|
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Augsburg - In Augsburg wurden am Wochenende die fünften Süddeutschen Meisterschaften im Brazilian Jiu-Jitsu ausgetragen. Mehr als 140 Kämpfer traten in dieser Abwandlung des traditionellen Jiu-Jitsu gegeneinander an.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Der aus Brasilien stammende Kampfsport ist mit dem zur Zeit heftig kritisierten „Ultimate Fighting“ artverwandt. Organisator und erster vom Weltverband offiziell anerkannter Schwarzgurt im Brazilian Jiu-Jitsu, Michael Haselein, sieht Parallelen - doch in einen Topf werfen will er die beiden Sportarten nicht. „Die guten Freefighter kommen aus dem Brazilian Jiu-Jitsu Lager, da hier die Technik extrem wichtig ist. Durch Ultimate Fighting wurde der Fokus auf BJJ gerichtet und die Sportart einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vergleichen kann man die beiden jedoch nicht.“
Während beim BJJ keine Schläge oder Tritte, sondern nur Hebel, Würfe und das Würgen des Gegners erlaubt ist, bestehen beim Free Fight so gut wie keine Einschränkungen, was das Attackieren des Gegners betrifft. Haselein zieht zur Erklärung seiner Sportart ein Beispiel heran, mit dem man bei der Betrachtung des körperbetonten Wettkampfes nicht gerechnet hätte: Schach.
Je länger man aber den an Ringen erinnernden Kämpfen zusieht, desto mehr stimmt man diesem Bild zu. Es ist keine dumpfes aufeinander Einschlagen zu beobachten, sondern eher ein Abwarten, Taktieren, Überlegen - erst dann wird eine Aktion gestartet. Überraschend ist auch die freundschaftliche Atmosphäre beim Wettkampf. Ein Kämpfer führt dies auf die noch sehr kleine Gruppe der BJJ-Begeisterten zurück. „Man kennt sich untereinander. Es ist eine große Familie, die hier zusammen trifft, da gibt es keine schlechte Stimmung.“
von Martin Müller
Rubriklistenbild: © merkurtz.tvzurück zur Übersicht: Mehr Sport

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