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4:3-Sieg: Gladiators setzen in Passau ein Ausrufezeichen

4:3-Sieg: Gladiators setzen in Passau ein Ausrufezeichen

Erding - Erdings Eishackler sind durchaus für Überraschungen gut. Am Freitagabend haben die Gladiators in Passau 4:3 (2:1, 1:2, 1:0) gewonnen.

Das „Icegate“ in Passau trug seinen Namen diesmal zurecht, denn in der zugigen, halb-offenen Industriehalle hatten die Teams nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit der eisigen Kälte zu kämpfen. Die Fans der Black Hawks waren vor allem darauf gespannt, wie sich die Mannschaft nach dem Trainerwechsel von Jukka Ollila zu Dave Rich präsentieren würde.

Zunächst tat sich nicht viel auf dem Eis, und so hatten beide Torhüter nur wenig zu tun. Offensichtlich waren sie in der niederbayerischen Kältekammer anfangs auch noch nicht so geschmeidig. Denn Martin Cinibulk sah beim Erdinger 1:0 durch Alex Gantschnig (8.) ähnlich unglücklich aus wie Viona Harrer beim Ausgleich durch Waldemar Detterer nur 47 Sekunden später. Dann aber war die Gladiators-Torhüterin hellwach und entschärfte einen Alleingang von Ibrahim Weißleder (12.). In der 16. Minute fiel die erneute Erdinger Führung: In Überzahl war Florian Engel zum 2:1 erfolgreich. Jetzt machten die Black Hawks deutlich mehr Druck, doch außer einem Lattenschuss von Martin Piecha (19.) sprang bis zur Drittelpause nichts heraus.

Der zweite Abschnitt gehörte zunächst den Passauern, richtig gefährlich wurden sie aber nicht. Bis Stephan Stiebinger ein tolles Solo hinlegte, und Igor Bacek dessen Querpass mühelos zum 2:2 verwandelte (29.). Der Jubel der Black Hawks war noch nicht verklungen, da lag Erdinger 47 Sekunden später wieder vorne. Nach einem Gumplinger-Schuss reagierte Sebastian Lachner am schnellsten und staubte zum 3:2 ab. Die Niederbayern mühten sich zwar, aber insgesamt hatten die Gladiators kaum brenzlige Situationen zu überstehen. Umso unglücklicher aus Erdinger Sicht das 3:3, als bei Passauer Powerplay ein abgefälschter Schuss von Thomas Vogl sechs Sekunden vor Drittelschluss den Weg ins Tor fand.

Aber die Gladiators bewiesen Moral und Nervenstärke. Im Schlussdrittel waren gerade einmal 33 Sekunden gespielt, da wehrte Cinibulk einen Jirik-Schuss zu kurz ab, und Timo Borrmann traf im Nachsetzen zum 4:3. Passau berannte nun verzweifelt das Erdinger Gehäuse, und Torhüterin Harrer hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Die Black Hawks trafen noch zweimal das Gestänge, im Netz landete der Puck allerdings bis zur Schlusssirene nicht mehr. (wk)

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