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Auswärts steht weiter die Null

Garmisch-Partenkirchen - Auch in Rosenheim gibt es für den SC Riessersee nichts zu holen - Nur Dibelka trifft bei 1:5-Niederlage

Drei sind zu viel: SCR-Stürmer David Appel (helles Trikot) scheitert an der geballten Rosenheimer Übermacht. foto: or

Drei sind zu viel: SCR-Stürmer David Appel (helles Trikot) scheitert an der geballten Rosenheimer Übermacht. foto: or

von oliver rabuser

Rosenheim - Auswärts steht weiterhin die Null beim SC Riessersee. Das Gastspiel der Garmisch-Partenkirchner bei den Starbulls Rosenheim endete - wie die drei vorangegangenen Dienstreisen - mit einem Sieg der gegnerischen Mannschaft. Eine ordentliche Leistung reichte nicht zu Zählbarem. Rosenheim gewann mit 5:1.

Dass es für den SCR in Rosenheim schwer werden würde, war klar. Doch dokumentierte die Mannschaft von Starbulls-Trainer Franz Steer auch sofort nach Beginn, warum dem so ist. Schnell wurde versucht, Druck aufzubauen, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Ein solcher passierte den Riesserseern dann ausgerechnet in der Offensivzone. Maxi Kastner hakte hinter dem SBR-Gehäuse, nahm die erste Strafe und schon war’s passiert. Dominik Auger traf für die Hausherren im Powerplay. Der franko-kanadische Verteidiger mit deutschem Pass war es auch, der schnell nachlegte und nach sieben Minuten zum 2:0 traf.

Es sah nicht gut aus für den SC Riessersee. Selbst beim Nahkampf zogen die Werdenfelser den Kürzeren. Michael Baindl vermöbelte Greg Collins eindeutig nach Punkten. Vielleicht dachten die Rosenheimer, es ginge so leicht weiter. Doch beim nächsten Überzahlspiel vertändelten sie die Scheibe. Florian Vollmer schickte Lubor Dibelka auf die Reise und leitete so den Anschlusstreffer ein. Der tschechische Top-Scorer düpierte den einstigen NHL-Goalie Norm Maracle aus spitzem Winkel - 1:2 (9.).

Nach zehn Minuten pendelte sich das Geschehen einigermaßen ein. Rosenheim war zwar überlegen, hatte aber nicht mehr die absoluten Möglichkeiten. Der SCR hingegen verzeichnete zwei Powerplaysituationen, überdies ein Solo von Dibelka, der vor dem Abschluss an die Torumrandung gedrückt wurde. Immerhin: Das Ergebnis wurde eng gehalten.

So blieb es auch in der Folgezeit. Der SCR stellte sich auf die erste Linie der Rosenheimer ein. Eigene Aktionen gab es - man kennt es - wenn die Dibelka-Reihe auf dem Eis war. Gleichwohl war es Tim Regan, der Strafe aus kürzester Distanz an Maracle scheiterte. Die Riesserseer hatten im Mittelabschnitt eindeutig mehr Spielanteile. Kastner versuchte es mutig, Collins im Nachschuss. Aber noch einmal ließ sich Maracle nicht überlisten. Selbst blieben die Garmisch-Partenkirchner der Strafbank komplett fern. Und bei gleicher Mannschaftsstärke fiel dem Vorjahres-Aufsteiger nicht viel ein.

Die Courage des SCR in dieser Phase hätte belohnt gehört, doch war wenigstens für jede Menge Spannung bei den knapp 200 mitgereisten und gut gelaunten Anhängern gesorgt. Rosenheim wollte die Punkte natürlich zu Hause behalten und drückte auf die Tube. Niko Senger vernaschte zu Beginn des Schlussdrittels Sepp Staltmayr, doch Hardi Wild war auf dem Posten. Kurz darauf war der SCR-Schlussmann aber geschlagen. SBR-Kapitän Stephan Gottwald zeigte, dass er seinen goldenen Helm nicht nur zur Zierde spazieren fährt. Er traf flach per Schlagschuss zum 3:1.

Die Entscheidung? Aus Sicht der Gäste leider ja. Beim dezimierten Kader der Riesserseer machte sich der Kräfteverschleiß allmählich bemerkbar. Abermals Gottwald machte acht Minuten vor dem Ende aus kurzer Entfernung alles klar. Damit aber nicht genug allen Übels: David Appel presste kurz vor Spielende Michael Baindl gegen die Bande und musste zum Duschen. Andrej Strakhov setzte in der folgenden Überzahl den Schlusspunkt.

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