Peiting - Prächtig erholt präsentierte sich der EC Peiting nach der leidlichen Penalty-Niederlage bei den Passau Black Hawks. Nur zwei Tge später schlug die Mannschaft von Trainer Leos Sulak im Heimspiel gegen den EV Regensburg mit einem nie gefährdeten 5:2 (2:0, 3:0, 0:2)-Sieg zu und präsentierte sich als verdienter Spitzenreiter der Oberliga Süd.

Voller Einsatz: Der EC Peiting ließ gegen den EV Regensburg nach einer 5:0-Führung nichts anbrennen. foto: df
Entgegen oftmaligen anderen Gepflogenheiten gingen die Peitinger - wieder einmal vor einer enttäuschenden Kulisse von nur 500 Besuchern - von Anfang an zum Angriff über und begeisterten die Fans mit ihrem Spiel nach vorne. 40 Minuten lang beherrschten sie die Domstädter, dass es sogar dem gegnerischen Trainer peinlich war, was seine Mannschaft in der Zeit ablieferte. „Für die schwache Leistung muss ich mich entschuldigen. Das, was wir in der Zeit abgeliefert haben, hatte mit Oberliga-Eishockey nichts zu tun“, wetterte Günter Eisenhut.
Mit seinem Druck nach vorne und seinem konstanten Spiel in der Defensive ließ der ECP die Regensburger mehr schlecht als recht aussehen. Nur im Schlussdrittel lief es angesichts einer beruhigenden 5:0-Führung nicht mehr nach Wunsch. Nach zwei schnellen Treffern versuchten jetzt die Gäste, das Spiel in die Hand zu nehmen, und sie setzten ihre Gastgeber wiederholt unter Druck.
Peitings Trainer reagierte und spielte fortan nur noch mit drei anstatt wie bisher mit vier Sturmreihen. „Bei der Kälte war es nicht gut, wenn die Spieler zu lange draußen sitzen müssen und kalt ins Spiel zurückkommen“, begründete Sulak, der ohne zwei seiner Top-Leute auskommen musste. Michael Kreitl fiel wegen seines Kieferbruchs aus, und Premysl Sedlak hat sich in Passau eine Zerrung zugezogen.
Zuvor hätten die Gastgeber allerdings bei der einzigen Chance der Regensburger bis dahin beinahe den Ausgleich kassiert, doch die Scheibe sprang an den Pfosten.
„Für das Aufgebot, das sie haben, spielen die Regensburger sehr schwach“, bemerkte Rainer Hirschvogel vom EC Peiting in der zweiten Drittelpause. Denn auch diese 20 Minuten standen im Zeichen des ECP. Vielleicht hat die Gäste auch nur der hohe Sieg gegen Erding zwei Tage vorher etwas überheblich werden lassen. Milos Vavrusa eröffnete Durchgang zwei nach 26 Sekunden in Überzahl mit dem 3:0, während Anton Saal in Unterzahl auf 4:0 (22.) und Martin Guth auf 5:0 (28.) stellten. Damit war das Spiel vorzeitig gewonnen.
Danach nahm Regensburgs Trainer erst einmal eine Auszeit, und in der Kabine fand er deutliche Worte ob der schwachen Leistung seiner Cracks. Die zeigten offensichtlich Wirkung. Fortan kassierten die Domstädter keinen Gegentreffer mehr, sondern sie gingen im Schlussdrittel zum Angriff über. Kyle Schmidt traf 53 Sekunden nach Wiederbeginn, und Thomas Daffner verkürzte keine Minute später mit einem Weitschuss auf 2:5. Danach versuchten es die Gäste mit der Brechstange. Doch Peitings sichere Abwehr konnten sie nicht mehr knacken, die Gastgeber hielten den Gegner in Schach. df



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