Garmisch-Partenkirchen - Bundesliga-Spitzenreiter Landshut hat dem SC Riessersee seine Grenzen aufgezeigt. Das Team von Trainer Zdenek Travnicek hat gekämpft, blieb aber ohne Torerfolg.

Restlos bedient: Marcus Weber (l.) und Alexander Deilert auf dem Weg in die Kabine. foto: Sehr
Wenigstens noch ein kleiner Höhepunkt in einem Spiel, in dem es für die Garmisch-Partenkirchner Eishockey-Mannschaft gestern Abend wenig erfreuliche Momente gab. „Landshut war uns in allen Belangen überlegen“, räumt Riessersee-Manager Ralph Bader ein. Das Ergebnis auf der Anzeigentafel sprach Bände: 0:5 - der Spitzenreiter hatte gezeigt, wie ein Team, gut ausgestattet mit Selbstvertrauen, solch eine Auswärtspartie über die Bühne bringt.
Der SCR gab sich allerdings auch trotz dieses Handicaps nicht auf. Er kämpfte wacker, nur eben ohne die nötige Durchschlagskraft. Im zweiten Abschnitt waren durchaus Chancen da. Trainer Zdenek Travnicek zählte 14:5 Torschüsse für seine Mannschaft auf. Die beste Gelegenheit bot sich Maximilian Kastner, der wieder ein Aktivposten im weiß-blauen Team war. Er wurde zunächst bei einem Alleingang gefoult und durfte dann zum Penalty antreten: Er spielte den Torhüter aus, drosch den Puck dann aber über den Kasten. Lubor Dibelka und Tim Regan tauchten auch in guter Position vor Sebastian Vogl auf, doch der Landshuter Goalie war nicht zu überwinden. „Er hat uns im zweiten Drittel im Spiel gehalten“, bestätigt Ehrenberger. „Die Null hat er sich verdient.“
Wahrlich, auch wenn er im letzten Drittel eigentlich kaum mehr etwas zu halten hatte. Keine richtige Torchance gab es für die Riesserseer zu notieren. Die Gäste taten nur das Nötigste nach ihrer beruhigenden Führung und bauten sie durch kurze Phasen, in denen sie nochmals etwas Gas gaben, noch leicht aus.
„Landshut hat schon gezeigt, dass es zu Recht in der Tabelle ganz oben steht“, stellt Travnicek ganz nüchtern fest. „Das Team ist sehr kompakt und steht hinten sehr gut.“ Der SCR wollte sich mit drei Reihen gegen den Spitzenreiter stemmen, „um das Tempo hochzuhalten“, sagt der SCR-Coach. Doch das half nichts. Der EVL nutzte Riesserseer Unachtsamkeiten eiskalt aus: Dibelka arbeitete beim 0:1 nur halbherzig zurück, Sepp Staltmayr ließ Elia Ostwald beim 0:2 einsam ziehen, beim 0:3 in Unterzahl war Hardi Wild die Sicht verdeckt. Beim 0:4 und 0:5 durften die Landshuter ganz unbedrängt zwei Meter vor dem Tor abziehen.
Nach 40 Minuten bekam Daniel Huber im SCR-Tor mal wieder etwas Eiszeit. „Er hat einen guten Job gemacht“, sagt Travnicek. Die Messe war da freilich schon gesungen. Es war so ein Abend, an dem der SC Riessersee wohl noch eine Stunde hätte spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. (cf)



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