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EHC braucht wieder mehr defensive Disziplin

EHC braucht wieder mehr defensive Disziplin

Grafing - Klostersees Trainer Irwin nimmt sein Eishockey-Team vor dem Duell am Freitag in Selb in die Pflicht.

Vier Spiele, zwei Gegner. Im Endspurt der regulären Saison in der Oberliga Süd hat es der EHC Klostersee noch ausschließlich mit so genannten Gegnern aus der internen „Regionalgruppe“ zu tun. Ein Begriff, den man sich angesichts der Tatsache, dass die Grafinger ins oberfränkische Selb die ligaweit weiteste Anfahrt vor sich haben, immer wieder auf der Zunge zergehen lassen muss. Und das Gastspiel am heutigen Freitag um 20 Uhr beim Team um den ehemaligen EHC-Topscorer Jared Mudryk, der seinen Vertrag bei den Wölfen kürzlich verlängert hat, muss nicht das vorletzte - nächstes Wochenende trifft man sich in Grafing zum achten Mal - dieser Spielrunde gewesen sein.

Es ist nämlich durchaus möglich, dass sich beide Teams in der südinternen Playoff-Ausscheidung (Serie „best of five“) erneut gegenüber stehen. Mit der Aussicht, damit den Bestplatzierten aus Tölz und Peiting erst einmal aus dem Weg gehen zu können, würden die Klosterseer sogar die fast 300 Kilometer einfache Wegstrecke gerne auf sich nehmen. EHC-Trainer Doug Irwin gefallen derartige „Planspiele“ überhaupt nicht. „Wir haben noch vier schwere Spiele in der regulären Saison vor uns und da wollen wir so gut wie nur möglich abschneiden. Über alles andere machen wir uns anschließend Gedanken.“

Soll heißen: Nach vorne schauen, aber nicht zu weit. Einen kleinen „Rückblick“ auf den jüngsten Auftritt (4:3-Sieg nach Verlängerung bei Deggendorf Fire) mutete Irwin seiner Truppe dieser Tage aber doch zu. „Wir haben in Deggendorf hinten sehr offen gespielt und dadurch viel zu viele Chancen abgegeben. Hätten wir höher als 1:3 zurückgelegen - und die Möglichkeiten dazu haben wir dem Gegner gewährt - wäre es wohl kaum mehr möglich gewesen, die Partie noch zu drehen“, so die Forderung des Eishockeylehrers nach mehr Disziplin in der Defensive.

Gegen die Wölfe, deren Stärke mit den drei besten Ligascorern (neben Mudryk noch Kyle Piwowarczyk und Herbert Geisberger) eindeutig in der Offensvie liegt, hat dessen Forderung noch mehr Gewicht. In den bisherigen Duellen haben es die Rot-Weißen zumeist geschafft, die Selber Stürmer an der Leine zu halten. Die Bilanz ist mit jeweils drei Siegen (21:21 Tore) ausgeglichen. Der direkte Vergleich - entscheidend bei gleicher Punktzahl - wird nicht mehr zum Tragen kommen. Ein Erfolgserlebnis würde dem EHC aber gegen die direkt im Nacken sitzende Konkurrenz aus Regensburg und Passau nützen. ele

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