Lindau/Miesbach - Es heißt: Neue Besen kehren gut. Zumindest kurzfristig. Am vergangenen Donnerstag - und damit unmittelbar vor dem Aufeinandertreffen mit dem TEV Miesbach- schasste der EV Lindau kurzerhand seinen erfolglosen Trainer Michael Rossi.
Und Nachfolger Bernd Wucher kehrte bei seinem Einstand gut. So gut, dass sich die böse Vorahnung von TEV-Coach Beppo Schlickenrieder bestätigte. Nämlich, dass Gegner schwächeren Kalibers „komischerweise immer gegen uns ihr bestes Saisonspiel abliefern“. Das Resultat: Sein Team gewann knapp mit 4:3 erst nach Penaltyschießen.
Vor allem Raphael Bernegger. Weil Andreas Veicht arbeitsbedingt die Reise nach Lindau gar nicht erst angetreten hatte, durfte der 20-jährige an der Seite von Sebastian Deml und Shane Heffernan stürmen. Und er blieb, um es mit den Worten seines Trainers zu sagen: cool. Zunächst verwandelte er einen Konter zum 3:3-Ausgleich, im anschließenden Penaltyschießen sorgte er dann mit dem einzigen Treffer für den Sieg.
Dennoch hätten sich die Gäste einiges an Dramatik sparen können. Dank zweier „einfacher Tore“ (Schlickenrieder) durch Heffernan - wobei einmal eigentlich Marinus Kritzenberger der rechtmäßige Torschütze gewesen wäre - lag der TEV bereits nach sechs Minuten mit 2:0 vorn. „Wir haben eigentlich zweimal aufs Tor geschossen und zwei Tore gemacht“, räumt Schlickenrieder ein. Doch Lindau kam zurück. Gleichwohl Mike Dolezals Anschlusstreffer für Miesbachs Coach einen mehr als regelwidrigen Beigeschmack hatte („Da waren die mit acht Spielern auf dem Eis“), war es nach dem 2:2 „ein Spiel auf Augenhöhe“.
Mehr als nur auf Augenhöhe war Lachauer-Vertreter Anian Geratsdorfer. „Er war unser Fels in der Brandung“, attestiert der Trainer seinem Torwart eine bärenstarke Leistung. Der Konkurrenzkampf um den Platz im TEV-Kasten ist neu entflammt. (meh)



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