Garmisch-Partenkirchen - EHC München bestätigt Interesse an SCR-Topscorer - Zwei weitere DEL-Vereine haben Angebote vorgelegt

Abmarsch in Richtung DEL? SCR-Star Lubor Dibelka hat drei Angebote aus Deutschlands höchster Spielklasse vorliegen. Foto: Sehr
Gemunkelt wurde es schon lange, jetzt ist es offiziell: Der EHC München hat seine Fühler nach SCR-Star Lubor Dibelka ausgestreckt. „Ja, wir haben Interesse an Lubor“, bestätigt EHC-Manager Christian Winkler. Allerdings buhlen noch zwei weitere DEL-Teams um die Dienste des aktuellen Topscorers der 2. Liga. „Uns liegen drei Angebote aus der DEL vor, mit denen wir uns intensiv beschäftigen“, sagt Dibelkas Spielervermittler Klaus Weber. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um Vize-Meister Wolfsburg - Manager Charly Fliegauf hatte sich schon im vergangenen Jahr mit dem Tschechen beschäftigt, den Stürmer dann aber von der Einkaufsliste gestrichen - und einen bisher unbekannten Klub handeln. Weber: „Dazu kann ich noch nichts sagen.“
Am heißesten ist aber wohl das Interesse der Münchner am 28-Jährigen. Im vergangenen Sommer hatten die EHC-Verantwortlichen den Tschechen schon einmal auf dem Zettel, dann aber kurzfristig von einer Verpflichtung abgesehen. „Er ist ein talentierter Bursche, aber wir brauchen ihn nicht“, sagte Winkler damals. Ein halbes Jahr später ist das Interesse wieder aufgeflammt und Dibelka wieder ein ernsthaftes Thema: „Ich war im Sommer nicht ganz sicher, ob er den Sprung von der Oberliga in die DEL packen würde. Der Sprung ist sehr groß. Aber seine Statistiken für Riessersee sprechen ja für sich.“
Denn einen Vorvertrag oder eine entsprechende Vereinbarung mit dem EHC München gibt es laut dem Spielervermittler nicht. „Das kann ich nicht bestätigen. Das wäre ja irgendwie auch unlogisch.“
Allerdings gibt Weber zu, dass die Münchner aktuell die besten Karten haben: „Es ist ja kein Geheimnis, dass Lubor (wohnhaft mit Freundin und Kind in Peißenberg, Anm.d.Red.) gerne in der näheren Umgebung bleiben würde. München würde also passen - auch wenn es sicher nicht das lukrativste der drei Angebote ist.“
Drei Teams aus der höchsten deutschen Spielklasse buhlen also um Dibelka. Damit ist der Traum von SCR-Manager Ralph Bader (war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen), mit dem Tschechen zu verlängern, wohl geplatzt. „Riessersee hat sich sehr viel Mühe gegeben und uns auch schon zwei gute Angebote vorgelegt. Die jeweiligen Fristen haben wir aber verstreichen lassen“, verrät Weber. „Wir warten jetzt erstmal ab und schauen, was sich mit den DEL-Vereinen ergibt.“ Es sei schließlich wohl Dibelkas letzte Chance, doch noch den Sprung in die Eliteklasse zu wagen. „Er ist jetzt 28 Jahre alt, und wenn er es jetzt nicht versucht, wann dann?“
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für den SC Riessersee aber doch noch: „Wenn Lubor doch in der 2. Liga bleiben möchte, dann auf jeden Fall in Garmisch-Partenkirchen. Das hat er immer gesagt und dazu steht er auch“, stellt Weber klar. „Wir haben und werden deshalb auch mit keinem anderen Verein aus der Bundesliga verhandeln.“



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