München - Der EHC München ist am Zweitliga-Topscorer dran, sein Entdecker hält ihn für DEL-tauglich
Am Sonntag verlor der EHC München 1:2 bei den Krefeld Pinguinen, und seitdem ist der Klub wie vom Erdboden (respektive vom Eis) verschwunden. Drei Tage, Montag bis Mittwoch, ist trainingsfrei, am Donnerstag trifft man sich wieder, und am Wochenende, wenn wegen der Teilnahme der Nationalmannschaft am Belarus-Cup in Minsk/Weißrussland kein DEL-Betrieb ist, werden einige EHCler auf dem zugefrorenen Riessersee zum Gaudi-Turnier um den „Pond Hockey Cup“ antreten. Manager Christian Winkler schließlich ist außerhalb jeder Wintersport-Reichweite. „Ich ziehe eine Woche den Stecker raus“, sagte er, sein Reiseziel gab er lediglich an mit: „In die Sonne.“
Es gibt momentan auch wenig zu tun für ihn. Die Mannschaft des EHC steckt wie erwartet im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze sieben bis zehn, der sechste, der direkt ins Viertelfinale führen würde, ist trotz des Optimismus von Nationalspieler Martin Buchwieser („Vier Punkte können wir aufholen“) eher unrealistisch, da die dort sitzenden Hamburg Freezers noch zwei Spiele mehr zu bestreiten haben (und entsprechend punkten können). Was die Zusammenstellung der Truppe für die kommende Saison betrifft, hat Manager Winkler bereits Vorarbeit geleistet und Beziehungen zu interessanten Spielern angebaut.
Dass Martin Hinterstocker zum EHC München wechselt, hat sein derzeitiger Verein, die Düsseldorfer EG, bereits kommuniziert. „Kann gut sein, dass es dazu kommt“, sagt Winkler – eine Quasi-Bestätigung des Wechsels von Hinterstocker. Der 22-Jährige hat 242 DEL-Spiele absolviert (allerdings, obwohl Stürmer, erst drei Tore erzielt). Für den EHC ist er in der Saison 2007/08 einmal mit Förderlizenz aufgelaufen.
Spektakulärster Transfer könnte der von Lubor Dibelka (SC Riessersee) werden. Der Tscheche, 28, ist Top-Scorer der 2. Liga, zuvor war er drei Jahre die prägende Figur beim EC Peiting in der Oberliga. Sein Trainer damals: Leos Sulak. Der hatte Dibelka 2008 in der zweiten tschechische Liga entdeckt. „Auf jeden Fall traue ich ihm die DEL zu, er wird seine Tore machen“, sagt Sulak über Dibelka, an dem laut Winkler „noch zwei weitere DEL-Klubs dran sind“ und der Aussichten auf die deutsche Staatsbürgerschaft hat (wenn er seine deutsche Freundin heiratet). Noch zögert Dibelka, sich für einen Wechsel in die DEL zu entscheiden. Winkler: „Lubor will erst sein Ding mit Riessersee durchziehen."
Von Günter Klein
Rubriklistenbild: © sampics


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