Garmisch-Partenkirchen - SCR-Verantwortliche nach 3:5-Pleite gegen Ravensburg stocksauer auf die Mannschaft - Strafzeiten verhindern Erfolg

Auf dem Allerwertesten gelandet: Brock Sheahan und seine Teamkameraden handelten sich gegen Ravensburg eine vermeidbare Niederlage ein. foto: Sehr
Der SC Riessersee hat gestern Abend eine große Chance ausgelassen, vielleicht einen entscheidenden Schritt in Richtung Playoff-Platz zu machen. Gegen schwache Ravensburg Towerstars, die sogar ohne zwei ihrer besten Scorer (Bob Wren und Christopher Oravec) antraten, handelte sich das Team von Zdenek Travnicek eine unnötige 3:5-Pleite ein. „Unnötig“ war Manager Ralph Bader bei der Pressekonferenz sogar zu schwach: „Wir haben aus Dummheit verloren“, polterte er. „Da war kein Schiedsrichter schuld, wir waren zu dumm.“
Bei den Fans war der Referee der Buhmann. Und in der Tat hatte Sascha Westrich sicher keinen guten Tag. Doch boten sich dem SCR genügend Chancen, trotz einiger seltsamer Pfiffe des Unparteiischen die Begegnung für sich zu entscheiden. Zweimal hatten die Gastgeber doppelte Überzahl - ohne Erfolg. Zu umständlich, zu verschnörkelt spielten die Riesserseer eigentlich den ganzen Abend und machten sich das Leben schwer.
Die Gäste aus Oberschwaben waren zwar wahrlich keine Macht im Powerplay - in den ersten drei Situationen hatten sie Mühe, überhaupt einen Schuss aufs Tor zu bringen. Doch irgendwann laugt das ständige Unterzahlspiel die standhaftesten Riesserseer aus. So fiel das 3:3 für die Gäste bei einer 3:5-Situation, die durch zwei Fouls in einer Szene entstanden war. Baders Urteil: „Dumm und dümmer.“
Besonders in den ersten 20 Minuten hatte der SCR den Gegner noch beherrscht. Nach nur 21 Sekunden traf Florian Vollmer zum 1:0. Ein Blitzstart in diesem so wichtigen Verfolgerduell. Doch verstanden es die Garmisch-Partenkirchner nicht, nachzulegen. „Wir durften froh sein, dass wir nicht höher im Rückstand waren“, erkannte auch EVR-Trainer Uli Liebsch. „Wir hatten Probleme, dieses Tempo aufzunehmen.“
Doch aus Riesserseer Sicht ging es leider nicht so weiter. „Wir waren viel zu passiv, haben uns nicht mehr bewegt“, klagte Travnicek. Konstantin Schmidt glich aus, Alexander Thiel brachte Ravensburg sogar in Führung. Zum Glück hat der SCR Lubor Dibelka, der sein Team mit zwei sehenswerten Treffern sogar wieder in Front brachte. „Man spricht vor dem Spiel drüber, aber man schafft es offenbar nicht, ihn auszuschalten“, staunte Liebsch.
Nach besagtem bitteren 3:3 hatte der SCR fünf Minuten vor Schluss die große Chance mit zwei Mann mehr, doch kam kein richtiger Abschluss zu Stande. Und dann misslang Sepp Staltmayr ein Klärungsversuch, Vollmer ließ Jeffrey Szwez ziehen, Schuss in den Winkel - 3:4, und das 51 Sekunden vor Schluss. Das Ding war gelaufen, das Tor zum 3:5 ins leere Gehäuse Makulatur.



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