Abmarsch in Richtung Titel: Anton Saal – nach Sperre in Selb wieder dabei – und seine ECP-Kollegen können gegen Deggendorf die Vorrundenmeisterschaft fix machen. bse-pictures
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Abmarsch in Richtung Titel: Anton Saal – nach Sperre in Selb wieder dabei – und seine ECP-Kollegen können gegen Deggendorf die Vorrundenmeisterschaft fix machen.

Spiel mit dem "Fire"

Jetzt kann der ECP den Titel fix machen

Peiting - Mit einem Heimsieg gegen Deggendorf kann der EC Peiting heute Abend den Vorrunden-Titel fix machen. Am Sonntag geht es nach Füssen, das noch um die Playoffs zittert. Nachbarschaftshilfe wird es aber wohl nicht gegen.

Peppi Heiß hat im Laufe seiner Eishockey-Karriere viele klangvolle Titel gesammelt: Er war Deutscher Meister, ist Mitglied der Eishockey-Ruhmeshalle Hall of Fame und war irgendwann sogar einmal Torhüter des Jahres in Europa. Heute Abend könnte nun einen neuer Titel dazukommen: Gewinnt der EC Peiting gegen Deggendorf Fire (19.30 Uhr im Peitinger Eisstadion), dürfen sie sich Meister der Oberliga Süd nennen. Und Heiß selbstverständlich auch. Es wäre sicher nicht der ruhmreichste Titel in seiner Sammlung, aber so ganz schlecht auch wieder nicht. Immerhin ist es sein erstes Jahr als Cheftrainer. Der Garmisch-Partenkirchner selbst sieht die ganze Sache aber eher pragmatisch. „Erstmal müssen wir gewinnen, dann schauen wir weiter.“ Und selbst dann habe man noch nicht allzu viel erreicht, schließlich stünden ja noch die Playoffs an.

In der Endrunde könnte der ECP dann wieder auf den heutigen Gegner treffen. Die Deggendorfer - aktuell Siebter - streiten sich derzeit mit Weiden (8.) und Füssen (9.) um die letzten Playoff-Tickets. Die Fire, das bedeutet Feuer und ist mit Sicherheit der komischste Mannschafts-Name in der Oberliga, werden daher mit ordentlich Zündstoff nach Peiting reisen - und mit guten Erinnerungen. Bei ihrem ersten Gastspiel nahmen sie nämlich drei Punkte mit nach Hause. „Ich weiß auch nicht, was die anders machen als andere Teams“, sagt Heiß. „Aber wir haben uns immer schwer getan.“

Keine Probleme hatten die Peitinger hingegen mit dem EV Füssen. Alle drei bisherigen Vergleiche gingen an den ECP. Aber vielleicht wird ja am Sonntag (18 Uhr) alles anders. Denn sollten Peiting und Füssen heute Abend gewinnen, ist der EVF wieder mittendrin im Playoff-Kampf. Um Achter zu werden, müsste dann nur noch ein Sieg gegen den Lokal-Rivalen her. Gelingt der, kommt es höchstwahrscheinlich in der ersten Runde wieder zum Duell der beiden Teams. Derby. Viele Zuschauer. Volle Kassen. Klingelt’s?

ECP-Trainer Heiß wehrt sich aber gegen derlei Mauschelei-Verdacht. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und werden in Füssen nicht im Schongang antreten“, sagt er. Außerdem sei es geradezu vermessen zu glauben, dass man sich seinen Endrunden-Gegner selbst aussuchen könne.

Ob die Füssener überhaupt Hilfe möchten, ist eh fraglich. Angeblich haben die Verantwortlichen die Playoffs schon abgeschrieben und ihre jungen Spieler ins DNL-Team abkommandiert. Das kämpft am Wochenende in Berlin um den Klassenerhalt.

Aber auch Heiß muss am Wochenende neben den dauerverletzten George Kink und Manfred Eichberger wohl auf einige Nachwuchs-Spieler verzichten. „Ich werde einige Jungs an die Junioren abstellen“, sagt er. Ob Marcus Weber zum Einsatz kommt, entscheidet sich kurzfristig.

Zu Heiß’ nächsten Titel, dürfte es aber wohl trotzdem reichen.

tf

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