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    • 28.02.13
    • EC Peiting
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Zittersieg zum Playoff-Start

Weiden findet die Lücke im Peitinger System

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Peiting - Mit einem 2:1-Zittersieg gegen den EV Weiden ist der EC Peiting in die Playoffs der Oberliga Süd gestartet. Dabei tat sich der ECP über weite Strecken schwer - auch weil die Gäste eine Lücke entdeckt haben.

Gleich ist er drin: Tobias Biersack stochert den Puck zum 2:0 für den EC Peiting ins Netz. Foto: bse-pictures

© BSE-pictures.de

Gleich ist er drin: Tobias Biersack stochert den Puck zum 2:0 für den EC Peiting ins Netz.

Eigentlich ist man hinterher ja immer schlauer, weiß es besser. Am Dienstagabend war das anders. Nach dem 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)-Rumpelsieg des EC Peiting gegen den EV Weiden hatten sich mehr Fragen aufgetan, als es Antworten gab. Selbst die Stammtisch-Experten wirkten ein bisserl ratlos, diskutierten heftig. Für den einen fehlte die Einstellung, der andere gab der Nervosität die Schuld, wieder ein anderer unterstellte den Peitingern Überheblichkeit. „Daran sind die Regensburger schuld“, vermutete wiederum Pressekonferenz-Moderator Mike Schmid. Der EVR hatte die Peitinger vergangenen Saison in der ersten Runde rausgehauen. „Das hängt den Jungs noch nach. Die brauchen einen Mentaltrainer, wie die Skifahrer. Die müssen auf die Couch.“ Auch eine Idee, wenn auch eine komische.

Aber an diesem Abend wunderte einen ohnehin nichts mehr. Alles war irgendwie anders, schlechter, als man sich das vom Playoff-Auftakt erwartet, gewünscht hatte. Und jeder hatte seinen Anteil daran. Die Zuschauer, weil sich nur deprimierende 493 Unerschütterliche ins Stadion verirrten. Die Peitinger, weil sie über weite Strecken nervös und viel zu kompliziert agierten. Und die Weidener, weil sie - bis auf ein paar lichte Momente - jeglichen Beweis schuldig blieben, warum sie in dieser Endrunde dabei sein dürfen. Nach krampfigen 60 Minuten schlichen dann die Peitinger als Gewinner vom Eis. Jubelarien? Fehlanzeige.

Gefeiert wurde freilich auch auf Weidener Seite nicht. So richtig unglücklich wirkte Josef Hefner bei der anschließenden Pressekonferenz aber nicht. Der EVW-Trainer hatte beste Laune und die Erkenntnis im Gepäck, dass die Peitinger doch nicht so unschlagbar sind, wie er das zunächst vermutet hatte. „Ich habe eine Lücke im ECP-System entdeckt“, sagte er und grinste. Wo die ist, wollte er nicht verraten. „Das werden wir am Freitag sehen.“

Mehr als ein Lächeln konnte sich derweil ECP-Trainer Peppi Heiß nicht abringen. Zu lange hatte ihn sein Team leiden lassen. „Wir alle haben heute den Druck gespürt. Auch ich“, sagte er. Sein Team habe zu viele Fehler gemacht, sei nicht diszipliniert genug gewesen. Letztlich sei man aber erleichtert, gewonnen zu haben. Und nur darauf kommt es in den Playoffs an.

Den Sieg perfekt machte die Reihe mit Josh Gillam, Tobias Biersack und Markus Wittmann. Letzterer versenkte im ersten Drittel einen Abpraller im Gästetor, nachdem der starke EVW-Keeper Daniel Huber zuvor zweimal gegen Biersack gehalten hatte. Im zweiten Abschnitt durfte dann Biersack jubeln. Diesmal hatte Gillam abgezogen. Biersack stocherte den Nachschuss über die Linie.

Ansonsten gab es viel Leerlauf, kaum Torszenen und viel Langeweile.

Spannend wurde es erst wieder im letzten Abschnitt. Nach einem langen Pass war plötzlich Marcel Waldowsky durch. Der Weidener Angreifer verlud Florian Hechenrieder und schob zum 1:2 (51.) ein. Kurz darauf dann die nächste prickelnde Szene: Florian Stauder wurde bei einem Alleingang unsanft von den Beinen geholt - Penalty. Ertrag? Ein kleiner Abdruck auf Hubers Schonern. Es blieb beim 2:1. Danach drückten die Weidener ordentlich aufs Gaspedal, schafften aber kein Tor mehr. Am Freitag steht nun in Weiden Spiel zwei in der Serie an.

Und vielleicht wird dann wenigstens die Frage nach der Lücke beantwortet.

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