Respekt vor dem Lieblingsgegner

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    • 26.02.13
    • EC Peiting
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Heute starten die Playoffs!

ECP: Respekt vor dem Lieblingsgegner

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Peiting - Kein Team hat der EC Peiting in der Oberliga-Vorrunde so dominiert wie den EV Weiden. In den Playoffs soll diese Serie nun fortgesetzt werden. Der Teufel steckt dabei im Defensiv-Detail.

Es ist doch so: Als Eishockey-Torhüter muss man ein bisserl verrückt sein, vielleicht sogar ein wenig irre. Ein normaler Mensch würde sich schließlich nicht freiwillig eine steinharten Hartgummischeibe in den Weg stellen. Noch dazu, wenn einem dieses Geschoss mit deutlich über 100 km/h um die Ohren fliegt. Keine Chance. Peppi Heiß war Torhüter, hat sich diesen Dingern in den Weg gestellt. Früher mal. Jetzt ist er Trainer. Ob er ein bisserl verrückt ist? Vielleicht. Irre? Eher nicht. Auf jeden Fall ist Heiß unglaublich ehrgeizig. Noch so eine Torwart-Krankheit. „Ich will immer gewinnen“, sagt Heiß. Oliver Kahn lässt grüßen.

Die 1:3 (0:1,0:1,1:1)-Niederlage in Füssen am Sonntag hat den ECP-Trainer deshalb geärgert. „Ein paar Spieler haben nicht 100 Prozent gegeben“, sagt er. „So kann man nicht gewinnen.“ Ein individueller Fehler im ersten, ein Torwartfehler im zweiten Drittel brachten den ECP in Rückstand. Nach dem dritten Gegentor gelang Andreas Pufal immerhin noch der Ehrentreffer. „Wir hatten bei zwei Lattenschüssen auch ein bisschen Pech“, sagt Heiß. Egal. Die Niederlage war ohnehin bedeutungslos für die Peitinger. Füssen hingegen schaffte dadurch auf den letzten Drücker noch den Sprung in die Playoffs. Weil Deggendorf und Weiden Niederlagen kassierten, kommt es aber nicht zum Derby mit dem ECP. Pech gehabt.

Nun trifft der ECP auf Weiden. Der Aufsteiger schaffte gerade so den Sprung in die Playoffs. „Ein starker Gegner“, sagt Heiß. Naja. In der Vorrunde waren die Blue Devils eher Kanonenfutter für die Peitinger, kassierten 22 Tore in vier Duellen, trafen selbst nur zwei Mal. Nicht wirklich angsteinflößend. „In den Playoffs geht es aber wieder bei Null los“, sagt Heiß.

Die ominös Null soll dann auch bei den Peitingern stehen. „Die Defensive ist das Wichtigste“, sagt Heiß. „Wir müssen diszipliniert arbeiten, die Kleinigkeiten, Details richtig machen. Dann kommen wir eine Runde weiter.“

Ein Wiedersehen der besonderen, weil unschönen Art wird es mit Weiden-Stürmer Marcel Waldowsky gegeben. Der Angreifer - als Schwalbenkönig verschrien - brach beim Gastspiel der Peitinger in Weiden nach einem angeblichen Stockschlag von Andreas Pufal theatralisch zusammen. Gesehen hatte es damals niemand. Ein Strafe gegen Pufal gab es nicht. Erst als Bilder einer TV-Kamera auftauchten, wurde Pufal nachträglich gesperrt. Die Krönung war dann noch eine Strafanzeige von Waldowsky gegen den Peitinger Verteidiger. Das Verfahren läuft. „Ich würde mich für so eine Aktion schämen“, sagt Heiß. „Das ist einfach nur peinlich. Deshalb interessiert uns das gar nicht.“

Was den Trainer interessiert, ist die nächste Runde, das eigentliche Viertelfinale. Dort will er mit seiner Mannschaft hin. „Wenn man Vorrundenmeister wird, will man auch weiterkommen“, sagt Heiß. Vielleicht sogar bis ins Finale. Ehrgeizig genug ist Heiß auf jeden Fall.

tf

Eine Enschätzung der anderen Paarungen sowie alles zum Playoff-Modus finden Sie in der Print-Ausgabe.

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