München - In der DEL sind etliche Vereine finanziell angeknockt. Dem Aufsteiger EHC München soll die Taktik helfen, mit der Uli Hoeneß den FC Bayern großgemacht hat.

© sampics
Mittendrin statt nur dabei: EHC-Trainer Pat Cortina im Einsatz
So entspannt wie zurzeit sieht man Pat Cortina selten. Der Trainer des EHC München: Jetzt kann er lächeln über die vergangenen Monate, über das große Lizenz-Chaos. Der Sommer war nicht leicht für ihn – als keiner im Verein wusste, in welcher Liga die Mannschaft im September antreten würde. „Wir waren in zwei Monaten in drei verschiedenen Ligen“, sagt Cortina der tz. Aber vorbei, vergessen, alles gut… DEL!
Wobei: Auch im Oberhaus rumort’s. Die Themen: Geld und Zuschauerzahlen, wie immer. Die Frankfurt Lions sind definitiv ausgeschieden, wegen Finanzproblemen. Die Kassel Huskies veranstalten derweil eine Schlammschlacht gegen die DEL, in der es um Liga-Ausschluss und ein Insolvenzverfahren geht.
Auf dem Spielplan für die nächste Saison steht Kassel, wie 14 andere Standorte. Und einige von denen sind ebenfalls angeknockt. Wie wird sich der EHC in diesem Umfeld machen? Auch das Münchner Eishockey ist in Sachen Finanzen ja ein gebranntes Kind…
Der Etat ist im Vergleich gering angesetzt: Um 3,5 Millionen Euro handelt es sich offiziell. Zum Vergleich: Krösus Mannheim hatte im Vorjahr mehr als das Doppelte. Cortina entdeckt in allgemeinen Krisenzeiten sogar die Chance für seinen EHC.
Denn: „Wir stehen sicherer da als andere. Wir wissen schon, wie wir mit unserem Budget wirtschaften können.“ Er freut sich auf den Saisonstart am 3. September. Dann tritt der EHC gleich beim Liga-Krösus Mannheim an – ausgerechnet.
Martin Wimösterer



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