Vehement und erfolgreich stemmten sich die Grafinger (hier Dominik Unverzagt, r.) den favorisierten Allgäuern entgegen. Foto: jro

EHC Klostersee gleicht aus

Grafing – Nach 4:1-Heimsieg gegen den EV Füssen steht es in der Serie jetzt 1:1

Die Play-off-Spiele:

1. Leopards ausgeglichener

Der EHC Klostersee hat die Playoff-Serie gegen den EV Füssen ausgeglichen und sich mit dem verdienten 4:1-Sieg am Sonntag schon ein zweites Heimspiel gesichert. Die Grafinger unterstrichen mit einer einwandfreien Vorstellung, dass sie gegen die favorisierten Allgäuer freilich mehr wollen. Zum dritten Aufeinandertreffen kommt es am Mittwoch wieder in Füssen.

Exakt mit den gleichen Aufstellungen wie zwei Tage zuvor standen sich die Kontrahenten gestern gegenüber. EHC-Trainer Doug Irwin ließ mit drei Reihen beginnen und schickte zum Eröffnungsbully die nominell zweite Formation um Kapitän Gert Acker aufs Eis. Die legte sofort den Vorwärtsgang ein und holte prompt eine Strafzeit heraus. Dauerte es zum Serien-Auftakt genau eine Minute bis zur Führung der Rot-Weißen, so brauchte man diesmal nur ganze 44 Sekunden. Im Powerplay hatte Matthias Bergmann abgezogen und André Irrgang keine Abwehrmöglichkeit gelassen. Kurz davor hatte der EVF-Goalie noch zwei Mal in höchster Not geklärt. Noch einmal war Irrgang gefordert, als Kaltenhauser aus kurzer Distanz schlenzte (3.). Es dauerte fast fünf Minuten, bis sich die Leopards in der Offensive erstmals gekonnt in Szene setzten. Sascha Golts gab Martin Fous die erste harte Prüfung auf und seinen Nebenleuten das Signal, nach vorne mehr zu tun. Nur regelwidrig konnte Bergmann Jeric Agosta am Einschuss hindern (7.). Diese Unterzahl wurde überstanden und auch eine kurze Phase in doppelter Minderung. Aufregung gab’s dennoch nach dem 1:1, als Eric Nadeau den Puck genau in den Winkel schoss (10.). Aus EHC-Sicht absolut verständlich, wurde von den Linesmen doch zuvor „unerlaubter Weitschuss“ angezeigt. Füssen versuchte nachzulegen, doch die EHC-Abwehr hielt.

Im zweiten Drittel erarbeiteten sich die Grafinger schnell Vorteile. Den gefürchteten Breaks der Gäste war weitgehend der Weg versperrt. In der Vorwärtsbewegung tasteten sich die EHCler immer näher an die Führung heran. In der 26. Minute spielte Valentin Scharpf den befreienden Pass auf Acker, der zwei, drei kräftige Schritte skatete und abzog – 2:1.

In einem an Einsatz und Intensität schwer zu überbietenden Abschnitt legten die Klosterseer weiter zu. In Überzahl hätten die Füssener zu einem Konter ansetzen können, doch der überragende Fous klärte. Und passte schnell zu Jared Mudryk, der ideal für Schütts 3:1 ablegte (37.). In der Drittel-Schlussminute nahm EVF-Coach Schorsch Holzmann bei Fünf gegen Vier eine Auszeit und schickte seine „Top Five“ ins Powerplay. Ohne Erfolg. In den letzten 20 Spielminuten wurde der Vorsprung souverän gehalten. Kaltenhauser besorgte eine Minute vor dem Ende das 4:1, der dritte Überzahltreffer bei vier Toren.  ele

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