Dennis Schütt leitete die Niederlage seiner früheren Kollegen ein. sro

Klostersees Serie gerissen

Grafing - Ausgerechnet ehemaliger Klosterseer leitet mit seinem Treffer die EHC-Niederlage in Selb ein

Grafing - Die Leistung passte, aber an die Glanzvorstellungen der letzten Begegnungen konnte der EHC Klostersee gestern in Selb nicht anschließen. Eine solche wäre aber nötig gewesen, um die Wölfe niederzuringen. Am Ende unterlagen die Grafinger knapp mit 1:2 - die erste Niederlage nach zuvor fünf Erfolgen in Serie.

Bei den Gastgebern baute man auf den „kleinen Vorteil“, so Coach Corry Holden, am Wochenende nur einmal im Einsatz zu sein, während der EHClam Sonntag mit Regensburg eine weitere harte Nuss erwartet.

Mit seiner Aufstellung wollte der zur Nachwuchszeit in Grafing aktive Wölfe-Trainer seinen ehemaligen Weggefährten Doug Irwin wohl irritieren. Verteidiger Dennis Schütt, erst im Sommer von Klosterseer nach Selb gewechselt, stürmte neben den beiden Kanadiern Jared Mudryk und Kyle Piwowarczyk. Der erwartete Angriffswirbel der Oberfranken in den ersten Minuten blieb aus. Notgedrungen, denn wohl auch das Durcheinanderwürfeln der Reihen führte zu einem Wechselfehler, als noch keine Minute gespielt war. Nach zweieinhalb Minuten legte Tim Schneider einen hohen Stock nach, so dass die Rot-Weißen gleich ihre Powerplay-Künste auspacken konnten. Die Selber Box stand in beiden Überzahlspielen der EHCler allerdings sehr gut. Mehr als vier, fünf Schüsse von der blauen Linie durch Andreas Paderhuber und den wieder genesenen Matthias Bergmann waren nicht zu bekommen. Gefahr wurde damit zwar herauf beschworen, Torerfolg indes gab es keinen zu bejubeln.

Das Wichtigste für Irwin im ersten Abschnitt war jedoch, dass man praktisch keine Selber Chance zugelassen hatte. Grafing hinterließ einen starken Eindruck in einer weitgehend ausgeglichenen Partie, war einen Tick aktiver und hatte durch Andreas Farny (10.) und Nicolai Quinlan, der den Puck aus der Distanz ganz verzinkt vor Wölfe-Goalie Marko Suvelo platzierte (17.), die besseren Möglichkeiten vorzuweisen.

Noch einmal brachte der Vorteil Fünf gegen Vier den EHClern nichts ein, dann hieß es selbst in Unterzahl ganz eng zusammen zu rücken. Eine halbe Minute musste doppelt gemindert gezittert werden, bevor Dominik Quinlan ein ganz dickes Ding auf der Schaufel hatte (30.).

Die mögliche Führung per Shorthander verpasst, schepperte es postwendend hinten. Ausgerechnet Schütt brachte Selb nach vorne, und auch beim 0:2 aus EHC-Sicht war der Ex-Grafinger beteiligt (32./35.). Aus heiterem Himmel seien die beiden Treffer gefallen, kommentierte der Radioreporter aus der Selber Eishalle. Nach einer ebenso nicht unbedingt zwingenden Situation waren die EHCler zurück im Spiel, als Bergmann die Lücke fand (52.). Ohne Torhüter drückte man in den letzten eineinhalb Minuten auf den Ausgleich - vergeblich. ele

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