Mit 1:3 (1:1, 0:1, 0:1) unterlag der EHC Klostersee am gestrigen Freitagabend beim EV Füssen. Bei nun acht Punkten Rückstand und noch fünf ausstehenden Spielen ist Platz vier (belegt nun Regensburg nach dem 3:6 in Tölz) für die Grafinger kaum mehr zu erreichen. Die EHCler vergaben zu viele Chancen und machten aus ihrer optischen Überlegenheit zu wenig.
Der Notizzettel mit der Aufstellung für Füssen, den Doug Irwin nach dem Mittwochtraining kritzelte, landete noch vor dem ersten Bully im Papierkorb. Kurzfristig hatten die Augsburger Panther Maximilian Schäffler abberufen, dessen Position neben den beiden Amerikanern Raphael Kaefer übernahm. In der Abwehr der Rot-Weißen debütierte an Stelle von Dominik Unverzagt (Prüfungen) Junioren-Verteidiger Matthias Götz, ein Kandidat für den Oberliga-Stamm in der nächsten Saison.
Überlegen gestalteten die EHCler die ersten Minuten. Der verdiente Lohn wurde nach knapp vier Minuten eingefahren. Michael Dorr schloss eine schöne Kombination mit dem 1:0 ab. Die Klosterseer setzten nach, doch ein zweites Mal brachten sie in dieser Phase den Puck nicht an EVF-Schlussmann André Irrgang vorbei. Den Leopards gelang ebenfalls kein Treffer, zumindest kein regulärer. Und doch stand es zur ersten Pause 1:1. Hauptschiedsrichter Adam Niejodek sprach den jubelnden Allgäuern in der siebten Minute ein „Phantom-Tor“ zu. Deren Jubel machte sich bezahlt. Alle Proteste der Grafinger, dass Martin Morczinietz die schwarze Hartgummischeibe deutlich vor der Torlinie unter sich begraben hatte, halfen nicht.
„Wegstecken und weitermachen“ empfahlt Irwin beim Pausentee, dessen Team sich schnell wieder in der Angriffszone festsetzte. Bezeichnenderweise lief am wenigsten, als die EVF-Leopards die Strafbank drückten. Mitten in die Drangphase hinein kassierten die EHCler das 1:2.
Alles Anrennen anschließend endete spätestens beim EVF-Goalie. Das galt auch für den letzten Abschnitt, in dem letztlich vergeblich auf das 2:2 gedrückt wurde. Für gefühlte 70 Prozent Puckbesitz gab’s keine Punkte. Die endgültige Entscheidung gelang den Gastgebern im Powerplay. Der Kanadier Rob McFeeters versenkte das Spielgerät gegen den machtlosen Morczinietz (54.). ele











