Grafing - Achter Heimsieg in Folge für den EHC Klostersee. Gegen den EV Regensburg setzten sich die Grafinger verdient mit 6:4 durch. Das relativ enge Endergebnis täuscht, denn die EHCler waren insgesamt klar besser und ließen nie Zweifel am Spielausgang aufkommen. Auch ohne Maximilian Vollmayer, der das Doppelwochenende für die EHC-Jugend in Bietigheim-Bissingen spielte, und Maximilian Schäffler (wurde bei den Augsburger Panthern gebraucht). Gegen Gäste, die wie zu vernehmen war „mit gemischten Gefühlen“ in Grafing antraten. Hier werde man entweder gescheit abgeschossen oder man liefere eine Topvorstellung ab, so die Einschätzung eines EVR-Funktionärs.
Das erste Drittel deutete klar auf Ersteres hin, wobei die Klosterseer zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten. „Hoch verdient“ und „noch gut bedient“ waren dann auch die meist gebrauchten Ausdrücke, die der Reporter von Radio Gong live in Richtung Regensburg schickte. Mit zehn Strafminuten spielten die Eisbären quasi die Hälfte des ersten Durchgangs in Unterzahl. Hauptsächlich Martin Cinibulk sorgte dafür, dass der Rückstand zur Pause nicht uneinholbar war. Nur zwei Mal, bei zwei unwiderstehlichen Hämmern von Matthias Bergmann (2./12.), musste sich der EVR-Goalie geschlagen geben. Gegen Gennaro Hördt (5.), Patrick Cullen (10.) und Gert Acker (11.) rettete er bravourös. Ein weiterer Rückschlag für den Tabellenzweiten war die Knieverletzung von Verteidiger Leopold Prantl ohne gegnerische Einwirkung (12.). In der Offensive fand der mit bislang 128 Toren treffsicherste Süd-Oberligist bis dahin fast überhaupt nicht statt. Die einzig zwingende Möglichkeit vergab der frühere Nationalspieler Martin Ancicka, beziehungsweise Martin Morczinietz klärte noch im Liegen (15.).
Die Ansprache von EVR-Coach Leos Sulak beim Pausentee war wohl deutlich. Regensburg wurde aktiver, der EHC-Keeper rückte öfter in den Mittelpunkt des Geschehens. In der 24. Minute stocherte John Sicinski den Puck hinter die Linie, als die EHCler bei angezeigter Strafzeit in Unterzahl verteidigen mussten. Mit der verspäteten Rückkehr von Michael Dorr aus der Pause kurz danach - wohl ein Problem mit den Schlittschuhen - waren die Klosterseer wieder auf Augenhöhe. Der US-Boy hatte die nächste Großchance, scheiterte aber erneut an Cinibulk (28.). Eine feine Einzelleistung von Raphael Kaefer in eigener Unterzahl zum 3:1 verschaffte mehr Luft (34.). Im Schlussdrittel ließen die Grafinger nichts mehr anbrennen. Patrick Cullen doppelt und Dorr stellten auf 6:1. Dann nahm man es etwas zu locker, womit die Eisbären noch zu einem erträglichen Resultat kamen. ele











