München - Pat Cortina, der Trainer des EHC München, ist ja eigentlich kein Freund von Schlägereien. Doch er kennt die Regeln der Saisonvorbereitung.

© Sampics
Buchwieser gegen Olver: Eishockey ist kein völlig körperloses Spiel…
Cortina sagt: „Wenn du herausgefordert wirst, musst du dich stellen…“ So wie bei den Testspielen gegen Augsburg (5:2), den künftigen DEL-Konkurrenten – und gegen Hannover (1:2 n.P.), den amtierenden Meister. Zwei wesentliche Einsichten, zwei Mal Freude: Der Einsatz passt – und das Können ist da!
Die Szene, die am längsten im Gedächtnis haften bleiben wird: eine ordentliche Keilerei mit reger Beteiligung von Seiten des EHC. Martin Buchwieser beispielsweise: Er behielt die Oberhand gegen den Augsburger Darin Olver. Zuerst feierten ihn die EHC-Fans, dann kam der neue Kollege Johan Ejdepalm herangefahren. Er grinste und klopfte Buchwieser auf die Schulter. Es wirkte wie ein feierlicher Ritterschlag. Wobei man das auch fürs große Ganze sagen könnte… Der EHC, nach dem DEL-Aufstieg jetzt auf Augenhöhe mit Augsburg. Der 5:2-Sieg des EHC zeigt, dass das Verhältnis bei aller Freundschaft wieder das ist, was es früher mal war: eine ernsthafte Rivalität! Die Hierarchie zwischen den Klubs: Sie hat sich verschoben. Und: Intern, im Team des EHC, läuft gerade ein ganz ähnlicher Prozess ab. 15 Spieler aus der Aufstiegsmannschaft sind geblieben, acht Neue hinzugekommen. Jeder kämpft um den Respekt der Kollegen: Die Neuzugänge wollen beweisen, dass sie echte Verstärkungen sind – und die Aufstiegsspieler wollen beweisen, dass sie DEL-tauglich sind. Dylan Gyori zum Beispiel sagt: „Da läuft alles schneller, alles ein Level höher ab.“ Dass gegen Augsburg noch nicht jeder Pass ankam: geschenkt. Richtig gut lief es nur bei den Leuten, die schon vergangene Saison beim EHC zusammenspielten: Sie schossen vier der fünf Münchner Tore. Als echte Standortbestimmung wollte Cortina diese Partie aber nicht gelten lassen – weil die Augsburger noch nicht eingespielt sind.
wim, mw



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