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Heißes Derby: Der EHC muss gegen Ingolstadt ran.

Derby-Wochenende

EHC: Hart durch Quark

München - Beim EHC stehen die Derbys auf der Agenda. Am Freitag muss das Team von Pat Cortina gegen Ingolstadt ran, zwei Tage später geht es zu den Augsburger Panthern.

Und rumps, da rappelt es wieder. Ein „Oh“ geht durch die Ränge, denn niemand beim EHC RB München checkt so massiv wie Blake Sloan. Die Qualitäten sind gerade auch am Derby-Wochenende gefragt: Am Freitag kommt Ingolstadt (19.30 Uhr, Eishalle), am Sonntag spielt der EHC in Augsburg. Für den EHC wichtige Partien im Playoffkampf.

„Checks können einem Team das Momentum geben“, sagt Sloan. „Das ist wie Nahrung für die Jungs auf der Bank.“ Eigentlich verwunderlich, dass gerade Sloan die härtesten Checks setzt. Er ist nur knapp 1,80 Meter groß. Doch sein Körper ist wie aus Stein gemeißelt. Der frühere Stanley-Cup-Sieger Sloan steht mit 37 Jahren immer noch voll im Saft.

Sein Erfolgsgeheimnis? Er sagt: „Wenn du älter wirst, musst du auf dich achten: Schlaf und Regeneration müssen stimmen. Ich nutze Massagen und Eiswasser.“ Und auch beim Essen schaut Sloan genau hin. Nudeln mag er nicht so, er isst viel Hühnchen, Steaks sowie: Joghurt und Quark.

Auf Seite der Ingolstädter, die auf Schlüsselspieler wie Thomas Greilinger verzichten müssen, findet sich mit Ian Gordon (37) auch ein herausragender Routinier. Am Dienstag absolvierte er seine 700. DEL-Partie – Rekord für einen Torhüter. „Unglaublich. Davor muss man den Hut ziehen“, sagt sein Münchner Kollege ­Jochen Reimer. Gordon, 2004 mit Frankfurt Meister, hat auch die meisten Ligaspiele ohne Gegentor absolviert (44 Partien).

Doch wie Sloan ist auch Gordon nicht mehr auf dem Gipfel seines Schaffens. Die Münchner hoffen daher, dass er seine Shut­out-Marke am Freitag nicht weiter ausbauen kann. Denn der EHC braucht die Punkte dringend. Manager Christian Winkler hatte aus dem Heimspieltriplett mindestens fünf Punkte gefordert – nach zwei Partien hat der EHC bislang drei.

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München schob sich am Dienstag auf Rang neun vor. Winkler: „Um uns herum ist es noch enger geworden.“ Richtig raus aus dem Rennen ist nur Schlusslicht Düsseldorf, Iserlohn bräuchte eine echte Serie. Ansonsten: Alles offen um die PrePlayoff-Plätze.

Ingolstadt kämpft wie Augsburg um Rang sechs, der direkt für die K.o.-Rude berechtigt. Mit Rechnereien will sich Sloan erst gar nicht lange aufhalten. Er sagt: „Wir müssen weiter auf unseren geradlinigen Eishockey-Stil bauen, zu dem alle beitragen müssen: Vom Torwart über die Verteidiger bis zum Sturm. Wie gegen Iserlohn. Wir haben noch sechs Spiele. 18 Punkte wären gut.“

Dass Kollege Mike Kompon gestern seinen 31. Geburtstag feierte, war eher nebensächlich. Nach einem kurzen Geburtstagsständchen der Mannschaft ging es zum Training aufs Eis. Ty Morris begründet: „Volle Konzentration auf die Playoffs.“Ein anderes Thema wabert weiter im Hintergrund: Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe hat sich rund um den designierten Red-Bull-Einstieg nichts getan. Die intern gefasste Deadline, die trotz Dementis existiert (hat), läuft am heutigen Freitag aus.

wim

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