Christian Winkler hat früher in Garmisch-Partenkirchen in einer Schauspielgruppe mitgewirkt. Aber an manchen Abenden als Manager des EHC RB München kann er sich nicht verstellen. So wie am Sonntag nach dem 2:3 nach Verlängerung gegen Wolfsburg. Winkler litt: „Wennst dich nicht belohnst, sondern bestrafst – das macht wütend und frustriert.“
In der dritten Spielminute war noch alles anders: Uli Maurer auf Lubor Dibelka, der zurück auf Maurer – 1:0. Winkler jubelte. So einfach und schön kann Eishockey sein. Doch die Führung hielt keine fünf Minuten. EHC-Torwart Jochen Reimer wehrte zweimal glänzend ab, doch aller schlechten Dinge sind drei: Sebastian Furchner nutzte den Abpraller zum 1:1. Und es kam noch schlimmer.
Erst fiel Brent Aubin nach dem ersten Drittel aus – der EHC hatte nur noch drei Sturmreihen zur Verfügung. Im zweiten Drittel waren zudem die Wolfsburger bissiger. Und dann passierte laut Winkler eine dieser „Kleinigkeiten, die das Spiel entscheiden. Wir müssen von der Strafbank wegbleiben.“ Wolfsburgs Sturm-Ass Matt Dziedusycki nutzt die Überzahl zur Gästeführung (36.).
Die Spieler bekamen dann kräftig Unterstützung von den Rängen, denn den Fans war klar, worum es sich zum Kämpfen lohnt. „Kämpfen für die Playoffs“ sangen die Fans. Und der EHC biss. Und kam durch Bryan Adams, Anführer der Abteilung Einsatz, zum Ausgleich. Die EHCler feierten direkt vor der Nordkurve, aus der es dann Konfetti regnete. Narrische Zeiten.
EHC München unterliegt Wolfsburg in der Verlängerung - die Bilder
Doch in der Verlängerung kam der Aschermittwoch hinterher. Furchner traf zum Wolfsburger Sieg. Torwart Reimer war stinkig, denn der EHC war in ein Zwei-gegen-Vier gelaufen und Reimer damit chancenlos. Winkler unten auf der EHC-Bank glühte ebenfalls.
Trainer Pat Cortina war gefrustet: „Der Einsatz war da. Wir haben uns rangekämpft und hatten Chancen, den Sieg mitzunehmen. But we don't make it happen.“ Statt einen Schritt Richtung Playoffs zum nehmen, holte der EHC an diesem Wochenende nur einen Punkt. Winkler trotzig: „Wir kämpfen bis zur letzten Patrone.“
wim






























