München - David Cespiva und Martin Schymainski, die Duisburger in Diensten des EHC München, kennen sich seit Bambini-Zeiten. Das tz-Doppelinterview:

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Martin Schymainski (unten) und David Cespiva (rechts) spielen zusammen Eishockey, seit sie Kinder waren
Die beiden Duisburger kennen sich schon seit Bambini-Zeiten, als sie gegeneinander spielten. „David war einer der besten Spieler. Er hat, eigentlich Verteidiger, alle kaputt geschossen.“ In der Jugend spielten sie zwei Jahre zusammen für Krefeld – und jetzt gemeinsam für den EHC München. Hatten Sie denn immer Kontakt zueinander?
Schymainski: Nachdem wir zwei Jahre zusammen gespielt hatten, ging Ces nach Mannheim. Der Kontakt war aber immer da. Ab 15 haben wir dann immer in den Nationalmannschaften miteinander gespielt. Ces war einer unserer Topverteidiger. Es war absehbar, dass er Profi-Eishockey spielen wird.
Cespiva: Bei Schymmi genauso. Den Torriecher hat er immer schon.
Weitere Stärken?
Cespiva: Wenn man Martin dabei hat, langweilt man sich nie.
Schymainski: David ist auch ein bisschen durchgeknallt, im positiven Sinne. Da kriegst du keinen Lagerkoller. Auf dem Eis ist er ein stabiler Verteidiger. Von der blauen Linie hat er eine super Fackel. Das müsste man öfters mal einsetzen.
Bei Ihnen beiden läuft es diese Saison gut. Der Verein kann Sie, David, bis Ende März per Option weiter binden.
Cespiva: Ich versuche, mich aufs Eishockey zu konzentrieren. Aber natürlich ist der Hintergedanke da. Ich fühle mich hier sehr wohl beim EHC.
Was verbindet Sie noch mit daheim, mit Duisburg?
Schymainski: Familie, Freunde – alles. Ich telefoniere jeden Tag nach Hause.
Cespiva: Meine Freunde wohnen dort. Hier habe ich, außerhalb des Teams und dem ganzen Drumherum, gar keine.
Schymainski: Bei uns im Pott ist die Mentalität anders. Da geht man aufeinander zu. Man redet offen, da ist alles lockerer. Hier ist alles friedlich, freundlich, aber manchmal auch ein bisschen verklemmt.
Man muss den Bayern erst von sich überzeugen?
Schymainski: Genau das mein ich. Aber was soll ich da überzeugen? Das muss man aber auch sagen: Hier wird mehr auf die Sauberkeit der Stadt geachtet. Bei uns gibt’s mehr Chaoten, die darauf keinen Wert legen. So ist dat!
Manager Winkler sagte, Sie hätten manchmal Heimweh.
Schymainski: Ja, solche Tage gibt’s, wo man ins Auto steigen will. Viele wissen gar nicht, wie das ist, so lange von zu Hause weg zu sein. Das kann hart sein. Dann telefoniere ich mit meiner Mutter, die sagt dann: Das ist dein Job, du Vogel! München ist ja auch eine geile Stadt. Ich gehe dann öfter mal Ces und seine Frau besuchen. Ces ist ein Fünf-Sterne-Koch.
Schymainski: Wir haben auch gleiche Interessen…
Cespiva: …wir gehen beide gerne mal auf die Sonnenbank. (lacht)
Was hat Ihnen Martin zur Heirat geschenkt?
Cespiva: Die kirchliche Hochzeit kommt noch im Sommer. In Regensburg, meine Frau ist da her.
Schymainski: Er kriegt nichts (grinst).
Martin, wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie Angst, sich festzulegen?
Schymainski: Nee, ich bin einfach noch nicht bereit für eine Hochzeit. Mir macht mein Leben, wie ich es gerade habe, Spaß. Ich habe keinen Stress, keine Verpflichtungen.
Wo schlagen Sie David?
Schymainski: Beim Roulette.
Cespiva: Stimmt. Wir waren ein paarmal im Casino in Duisburg, aber wir sind keine großen Zocker.
David hat drei Tattoos. Wäre das was für Sie?
Schymainski: Ich habe mir vor Kurzem eins am Oberarm stechen lassen, und klar, es kommen noch ein paar mehr.
Was zeigt Ihr Tattoo?
Schymainski: Ruhrpott.
Den Schriftzug? Ich dachte schon, ein Bild von Stahlkochern.
Cespiva: Hey, das wäre auch mal ein Tattoo: Stahl.
Ein Spitzname für Sie?
Cespiva: Nein, eher für Schymmi. Der geht immer dahin, wo’s weh tut.
Schymainski: Nein, Bulldog geht vielleicht noch. So nennt mich Alexander Selivanov (Ex-Mitspieler zu Krefelder Zeiten; d. Red.).
Interview: Martin Wimösterer



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