EHC RB München und Augsburger Panther wollen Wiedesehen

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    • 26.02.13
    • EHC München
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Adrenalin für den Endspurt

EHC und Augsburg hoffen auf Wiedersehen

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Augsburg/München - Spiele wie das Derby in Augsburg geben dem EHC Red Bull München vor den Playoffs einen Adrenalinstoß. Obwohl sich beide Teams nerven, wollen sie sich schnell wiedersehen.

Schabernack ist erlaubt: Weil der EHC München auf einem Pre-Playoff-Platz steht, dürfen die Spieler Ty Morris (l.) und Lubor Dibelka auch mal Spaß haben.

© sampics

Schabernack ist erlaubt: Weil der EHC München auf einem Pre-Playoff-Platz steht, dürfen die Spieler Ty Morris (l.) und Lubor Dibelka auch mal Spaß haben

Wie hält man das nur aus? 60 Minuten reguläre Spielzeit plus fünf Minuten Verlängerung plus Penaltyschießen im berüchtigten Augsburger Kühlschrank namens Curt-Frenzel-Stadion, dessen Umbau noch immer nicht vollendet und das an einer Seite offen ist? Minus fünf Grad betrug die Temperatur am Sonntagnachmittag in der stimmungsvollen Arena – und Pat Cortina schaffte es, das Spiel des EHC München stilsicher im eleganten Outfit zu coachen: Hemd, Krawatte, leichter Pullover, Anzug, Lackschuhe. Also: Wie geht das?

Der Trainer des EHC versichert, keine langen Unterhosen getragen zu haben, das Unterhemd habe Langarm, räumt er ein. „Nur ein paar Minuten ist es kalt, am Anfang, danach geht es.“ Dann entwickelt der wichtigste Heizstoff seine Wirkung: „Adrenalin.“ Verstärkte Ausschüttung des Stresshormons ist garantiert: a) in dieser Phase der Saison, in der alle Spiele Playoff-Charakter haben, weil es um das Erreichen der K.o.-Runde geht und darum, wie das gesamte Spieljahr zu bewerten ist, und b) weil die Spiele zwischen Augsburg und München zumindest für die Fans das emotionalste Erlebnis sind, das die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) zu bieten hat. Auf den Rängen nennt man sich „Dreck“ (Augsburger über Münchner) oder „Zigeuner“ (Münchner über Augsburger).

Man nervt sich gegenseitig – und das ist für die Kassenlage der beiden Klubs gut. „Ich glaube, niemand hätte etwas dagegen, wenn diese beiden Mannschaften sich in dieser Saison noch ein paarmal begegnen würden“, meinte Augsburgs Trainer Larry Mitchell – und die Münchner nickten dazu. Allerdings: Der Spielplan sieht kein weiteres Aufeinandertreffen vor. Die Partie am Sonntag war das letzte von vier Derbys. Wenn es weitere geben soll, müssten beide Teams die Pre-Playoffs erreichen – dort ist die Chance nicht so schlecht: Um die Plätze fürs Viertelfinale spielen Siebter gegen Zehnten und Achter gegen Neunten. Es sind die Regionen, in denen AEV und EHC sich bewegen. Momentan sind sie Siebter (Augsburg) und Neunter. „Wir sind auf Augenhöhe“, sagt Mitchell.

Ohne NHL-Spieler Derbysieger AEV

Nach Toren und Punkten ist der Derby-Vergleich leicht zu Gunsten des EHC München ausgegangen, er holte sieben von zwölf möglichen Zählern, und die Tordifferenz spricht ebenfalls für ihn: Auf eine 0:2-Heimniederlage im September folgten ein 5:0-Erfolg in München, ein 6:2-Triumph am zweiten Weihnachtsfeiertag in Augsburg – und nun, bei der 2:3-Penalty-Niederlage, blieb zumindest der Bonus-Punkt fürs Unentschieden nach 60 Minuten hängen. Allerdings: Die beiden klaren Siege erreichte der EHC unter Mithilfe seiner NHL-Gastspieler Blake Wheeler und Paul Stastny (beim 6:2 nur mit Wheeler, sein Kollege war da auf Heimaturlaub), wenn sich die regulären Mannschaften maßen, gewann Augsburg. Jetzt sind die Stars wieder dauerhaft zurück in Nordamerika.

Mit dem Punkt in Augsburg war der EHC zufrieden, im letzten Drittel war er massiv unter Druck geraten. Die Münchner konnten ihre Serie wahren: Aus jedem der letzten vier Spiele nahmen sie etwas mit. „Von Sonntag zu Sonntag“, rechnete Pat Cortina, „waren das acht von zwölf Punkten“.

Nürnberg (zuhause), Mannheim (auswärts), Berlin (zuhause), Hamburg (auswärts) – das ist das Restprogramm des EHC. Ein unmittelbarer Kontrahent um den Pre-Playoff-Einzug, drei Spitzenteams – anspruchsvoll. Hannover (das eine Partie weniger hat), Wolfsburg und Straubing können den EHC noch überholen. Pat Cortina schaut vorerst nur auf den nächsten Gegner: Nürnberg. „Die laufen gerade heiß“, sagt er angesichts des Aufschwungs bei den Franken. Und stellt sich ein auf ein Spiel, in dem ihm garantiert nicht kalt sein wird.

Von Günter Klein

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