EHC-Wirtschaftsberater Dr. Norbert Stoeck im tz-Interview: Bayern ist das Vorbild

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    • 19.07.12
    • EHC München
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Interview mit Dr. Norbert Stoeck

EHC-Berater: "Bayern ist das Vorbild"

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München - Dr. Norbert Stoecks Eishockey-Interesse wurde durch seinen Sohn geweckt. Im Interview spricht der EHC-Wirtschaftsberater über die Zukunft des Münchner Eishockeys.

© fkn

Wirtschaftsberater Dr. Norbert Stoeck berät den EHC München.

Vor einem dreiviertel Jahr bemerkte Dr. Norbert Stoeck, dass Tom heiser nach Hause gekommen war. Sein Sohn hatte den EHC München allzu kräftig angefeuert – trotzdem hatte die Mannschaft verloren. Zeitgleich kam Norbert Stoeck mit dem heutigem EHC-Geschäftsführer Claus Gröbner in Kontakt. Stoeck beschloss, beim EHC anzupacken. Aus der Episode entstand für den EHC eine wichtige Veränderung: Wie die tz erfuhr, hat der Klub konkrete Pläne für einen mehrköpfigen Beirat. Roland-Berger-Berater Stoeck wird darin eine wichtige Rolle einnehmen. Sein überwachendes und beratendes Engagement kostet dem EHC nichts.

Sie sind der richtige Mann für den EHC. Schon allein der Titel Ihres Buches von 2009…

Stoeck (lacht): Wie war der nochmal? Getting ready for the future after crisis (Wir bereiten uns auf die Zeit nach der Krise vor). Ich bin seit knapp 30 Jahren in der Beraterbranche tätig und habe zu Beginn vor allem Restrukturierungsfälle bei verschiedenen Firmen begleitet. Ich weiß daher, wie man bei angeschlagenen Unternehmen vorgeht, und ich kenne die Sportstrukturen von der Olympiabewerbung und aus dem Fußballbereich.

Derzeit regiert der Rotstift.

Stoeck: Wir sind alle Posten durchgegangen. Die Geschäftsstellenmitarbeiter machen Abstriche. Das Spielerbudget wurde gesenkt, und die Ausrüstung der Spieler wird limitiert. Das Catering im VIP-Raum kostete pro Spiel zwei- bis dreitausend Euro – auch da gibt es Gestaltungsspielraum. Außerdem werden die Reisekosten neu verhandelt. Wir geben nur aus, was wir haben.

Was haben Sie auf der Geschäftsstelle verändert?

Stoeck: Mit Herrn Gröbner und Herrn Winkler gibt es jetzt eine Doppelspitze. Jeder Bereich der Geschäftsstelle hat detaillierte Konzepte ausgearbeitet. Beim Merchandising und im Ticketing müssen die Erlöse steigen. Wir haben einen Finanzplan mit Monatsplanung eingeführt, um Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren. Alle Vorschläge der Mitarbeiter hören wir an und geben dann neue Anstöße.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Wirtschaftsbeiräte schaffen Gelegenheiten, dass Leute zusammenkommen. Wen wollen Sie mit dem EHC zusammenbringen?

Stoeck: Wir wollen Vertreter der Wirtschaft und der Stadt, Sportler und prominente Persönlichkeiten zusammenbringen. Wenn diese Leute in die Halle kommen, zieht das natürlich, und auch die Medien berichten gerne darüber. So entsteht ein positiver Kreislauf. Das machen die Bayern-Basketballer perfekt vor.

Das Geld bringt die Wirtschaft. Wie sieht es mit neuen Sponsoren aus?

Stoeck: Aus Sicht der Unternehmen sind wir mitten in der Saison und jedes sagt, es habe seine Budgets schon verplant. Wir bemühen uns schon jetzt um Sponsorenaufträge für nächstes Jahr. Dass schon dreimal Eishockey-Klubs in München pleitegingen, schwingt in Gesprächen natürlich immer erst einmal mit. Eins ist klar: Wir müssen solide wirtschaften und zeigen, dass wir zuverlässige Partner sind. Ich bin Mitglied des FC Bayern, eines vorbildlich geführten Vereins. So will auch der EHC werden.

Der FCB als Vorbild für den EHC?

Stoeck: Ja, zumindest was die Strukturen angeht. Aber wir haben natürlich andere Ziele: Unser Umsatz beträgt ein Prozent des FC-Bayern-Umsatzes. Wir könnten es schaffen, zwei Prozent des FC-Bayern-Umsatzes zu erreichen. Ohnehin: Eishockey genießt eine viel größere Unterstützung in der Bevölkerung, als ich das erwartet hatte. Fast jeder hat schon mal Eishockey gespielt. Roland-Berger-Studien belegen, dass circa 20 Prozent der Deutschen Eishockey-affin sind.

Auch bei Top-Entscheidern in Firmen?

Stoeck: Unser Firmengründer bei Roland Berger hat, als er hörte, dass es um Eishockey geht, gleich gesagt: „Das finde ich gut.“

Welche Ideen haben Sie für den EHC?

Stoeck: Ich habe viele spannende Ideen für den EHC, wir werden sie zu gegebener Zeit kommunizieren. Vor allem wollen wir die Adresse für Spieler aus Bayern werden. Finanziell haben wir sicherlich Grenzen, aber wir wollen den Spielern weitere berufliche Möglichkeiten für die Zeit im Leben nach ihrer Sportkarriere schaffen. Schließlich kann nicht jeder Spieler später Trainer oder Manager werden.

Interview: Martin Wimösterer

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