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EHC München geht hungrig in den Gaudi-Gipfel

EHC geht hungrig in den Gaudi-Gipfel

München - Für die Nürnberg Ice Tigers ist es "Fasching on Ice", für den EHC München geht es um die Pre-Playoffs. Die Münchner gehen hungrig in den Gaudi-Gipfel. Nächste Saison könnte es noch lustiger werden.

© Getty

Johan Ejdepalm laboriert noch an den Folgen einer Entzündung im Fuß.

„Es ist eine fantastische Saison für die DEL“, findet Doug Mason, Trainer der Iserlohn Roosters. Zwölf Mannschaften der Deutschen Eishockey Liga haben kurz vor Ende der Punktrunde noch berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs. „Ein unglaublicher Kampf“, sagt Mason. Der EHC München hält wacker mit. Als Zehnter sollte Pat Cortinas Mannschaft allerdings sein Nachholspiel am heutigen Dienstag in Nürnberg gewinnen, um nicht unter Zugzwang zu geraten.

„Wir werden hungrig sein“, verspricht Johan Ejdepalm. Der EHC-Verteidiger laboriert noch an den Folgen einer Entzündung im Fuß. „Ich spüre das ehrlich gesagt schon noch, aber es wird jeden Tag besser.“ Dafür fällt nun sein Verteidigungspartner Dave Reid mit einer Handverletzung aus. Mit +11 und +9 die Besten des EHC in der Plus-Minus-Statistik. Sprich: Sie stehen deutlich häufiger bei eigenen Treffern auf dem Eis als bei Gegentoren. Ejdepalm sagt: „Natürlich wäre es mit Dave an der Seite einfacher. Wir haben zwei Jahre zusammengearbeitet und sind eingespielt.“

Der EHC fing sich trotz des 0:5 im letzten Saisonspiel die zweitwenigsten Gegentore der Liga – Gegner Nürnberg die zweitmeisten. Die Ice Tigers rangieren auf dem vorletzten Tabellenplatz, die Ernüchterung ist groß. Da kommt den Franken ein bisserl Gaudi gerade recht. Das Spiel am Faschingsdienstag steht für die Nürnberger unter dem offiziellen Motto „Fasching on Ice“. Ejdepalm ist das egal, er will einfach nur gewinnen. Daheim in Schweden sei der Fasching keine große Sache. Er warnt jedenfalls davor, das Spiel als Gaudi abzutun: „Es wird nicht leicht für uns. Nürnberg will sicher beweisen, dass sie besser sind als der Tabellenplatz. Noch dazu ist es ein Derby.“

Nächste Saison könnte es sogar zu einem ganz besonderen Derby zwischen Nürnberg und München kommen. Die Ice Tigers planen für Anfang Januar ein Freiluftspiel im Fußballstadion. Das Ligabüro wird den Gegner aussuchen. Neben den großen Klubs wie Berlin und Mannheim sei auch ein Derby dafür denkbar, sagt der Pressesprecher der Ice Tigers auf Anfrage. Es wäre, nach finnischem oder nordamerikanischem Vorbild, das erste seiner Art in der DEL. Und bei guter Stimmung und flottem Spiel erneut Werbung für die Liga.

Martin Wimösterer

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