München - Die Basketballer des FC Bayern und der EHC München sprechen über eine gemeinsame Arena. Die Vision dürfte Fans der Teams hellhörig werden lassen. Die tz stellt die Pläne vor.

© sampics
Die Bayern-Basketballer in ihrer aktuellen Heimat Audi Dome
Ein paar Fältchen hat das Gesicht der Sportstadt München angesetzt. Aber nach 40 Jahren Betrieb kommt ein Lifting: Es soll nun auch die lange angedachte neue Multifunktionshalle im Oly-Park gebaut werden. Derzeit führt die Olympiapark GmbH Machbarkeitsstudien durch, etwa bezüglich des Standorts. Aktuell sieht es so aus, dass an der Eventarena gebaut wird, weil die Parkharfe benachbart liegt. Mitte April wird die Olympiapark GmbH dem Aufsichtsrat ein Konzept vorstellen. „Das wird eine sehr wegweisende Entscheidung“, sagt Park-Sprecher Arno Hartung. Denn worum es geht, ist allen klar: um die Zukunft!
„Die Indoor-Vereine der Stadt wie wir brauchen eine neue Heimat“, sagt Claus Gröbner, kaufmännischer Leiter des EHC München. Die Eishackler spielen bislang im Eisstadion, das 1967 eröffnet wurde und seine besten Tage hinter sich hat. Gröbner: „Die Standards sind heute andere.“ Viele DEL-Klubs generieren ein Drittel ihrer Einnahmen über Catering und die VIP-Hospitality. „Bei uns versiegen diese Quellen.“
Mit Anna Lena Mühlhäuser stellte der Klub eine neue Kommunikationsreferentin ein, die schon bei der Olympiabewerbung Kontakte zu den wichtigen Köpfen der Stadt knüpfte. Gröbner denkt, dass sich diese Investition lohnt: Eine neue Halle würde den EHC bei den Sponsoren attraktiver machen, und auch der Zuschauerschnitt dürfte höher sein. Das Eisstadion verfügt nur über 1400 Sitzplätze, da ist noch Luft nach oben.
Ob auch die neue Multifunktionshalle in München den Namen eines Investors oder Namenssponsors tragen würde, wie in Berlin oder Ulm? Früher lehnte man in München solche Bemühungen seitens der Anschutz-Gruppe ab, nun schließt das Hartung nicht aus.
Die Halle würde sich langfristig wohl tragen: Durch die Einnahmen aus den Spielen der zwei Erstligaklubs würden knapp zwei Drittel der jährlichen Betriebskosten abgedeckt. Darüberhinaus würden Konzerte und Events aller Art in der Multifunktionshalle stattfinden, die bisher keine passenden Räumlichkeiten finden. Für rund 8000 Zuseher gebe es keine Halle in München, sagt Hartung. Manninger würde sich beim Neubau noch 2000 Plätze mehr wünschen, schließlich sei der Verein ambitioniert.
Der FC Bayern ist bis 2016 Mieter in der Rudi-Sedlmayer-Halle. Den Vertrag würden die Basketballer „auf alle Fälle erfüllen“, sagt Manninger, man habe nicht grundlos rund vier Millionen Euro in die Renovierung gesteckt. Danach sei es aber sinnvoll, in eine neue Halle zu ziehen. Hartung wäre sogar eine noch fixere Fertigstellung lieber. Und er ist für die Entscheidung Mitte April optimistisch: „Wir hören überall nur positive Signale seitens der Politik.“
Martin Wimösterer



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.