Garmisch-Partenkirchen - Nichts war’s mit dem vierten Saisonerfolg gegen den ESV Kaufbeuren: Der dezimierte SC Riessersee unterlag nach starker Aufholjagd in der Verlängerung.

© Oliver Rabuser
Erst in der Verlängerung in die Knie gezwungen: Stürmer Benjamin Barz und der SC Riessersee.
Nichts war’s mit dem vierten Saisonerfolg gegen den ESV Kaufbeuren. Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der Hauptrunde, unterlag der SC Riessersee bei den Allgäuern mit 4:5 nach Verlängerung. Angesichts des Spielverlaufs darf sich der Aufsteiger allerdings über einen gewonnen Punkt freuen.
Eigentlich wollten die Riesseseer die Punktausbeute des Wochenendes auf fünf Zähler hochschrauben. Doch stand den ehrgeizigen Plänen einiger Widerstand entgegen: Greg Collins (Hüftprobleme) und Christian Völk (Fieber) konnten nicht mithelfen und einen frühen Rückstand galt es auch zu verkraften. Nach nur 24 Sekunden fand Marco Habermann die Lücke zwischen zwei Abwehrspieler und Leonhard Wild, schon stand es 1:0. Die personellen Ausfälle konnte SCR-Trainer Zdenek Travnicek nur bedingt beheben. Martin Pfohmann gab den Mittelstürmer in der ersten Reihe. In der Abwehr musste der SCR mit fünf Verteidigern auskommen.
Immerhin passte das Ergebnis bald wieder. Eine Minute nach dem Rückstand zog Andreas Feuerecker von der blauen Linie ab: Der Puck schlug neben der Schulter von ESVK-Goalie Stefan Vajs im Netz ein. Die Werdenfelser waren in der Folgezeit gut in der Begegnung drin, defensiv passte der Auftritt allemal. Beim Knaller von Cal Hudson reagierte Wild prächtig, mehr war nicht abzuarbeiten.
Zumal der Mittelabschnitt gleich wieder mit einem Mann weniger losging. Zweimal wurde es dabei brenzlig vor Wild. Die Begegnung ließ es nunmehr an Höhepunkten missen. Eine Faustkampfeinlage zwischen Brock Sheahan und Hudson hatte den größten Unterhaltungswert. Ausnahme: Der Anschlusstreffer des SCR. Florian Vollmer zog ab, Justin Zilla hielt den Schläger rein - nur noch 2:3.
Als die Gäste dann eine doppelte Unterzahl unbeschadet überstanden hatten, setzten sie zum Gegenschlag an. Appels Abfälscher wäre fast drin gewesen, Tim Regan hatte bei einer Überzahlsituation sogar schon den Torschrei auf den Lippen. Mühevoll und glücklich rettete sich der ESVK in die Kabine.
Was war noch drin für den SCR? Der Ausgleich musste her. Aber zunächst war Kaufbeuren am Zuge. Nelson stellte auf 4:2. Und als Nelson kurz darauf mit Manuel Schäffler einen Konter fuhr, wäre es um den SCR fast geschehen gewesen. So aber folgte eine beeindruckende Antwort des Aufsteigers. Lubor Dibelka stellte auf 3:4 und nur 61 Sekunden später zimmerte Regan einen Schuss in die kurze Ecke - 4:4. Alles war offen und der SCR wieder im Geschäft.
Die Verlängerung war dann keine wirkliche Zusatzzeit. Denn sie war nach 15 Sekunden vorbei. Nelson entschied mit seinem dritten Treffer das Spiel zu Gunsten der Joker.
Oliver Rabuser



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