Peiting - Dieses Wochenende haben die Eishockey-Cracks des EC Peiting in der Oberliga Süd wieder ein volles Programm mit zwei Einsätzen, die es in sich haben. Bei den Tölzer Löwen ist der Klassenprimus am Freitag um 19.30 Uhr zu Gast, und am Sonntag um 18 Uhr werden die Peitinger in der eigenen Eishalle vom VER Selb gefordert.

Wehe wenn sie losgelassen: Die Abwehr des EC Peiting muss sich am Sonntag gegen die Selber Wölfe schon mächtig strecken, um Torjäger Herbert Geisberger (hinten) und seine brandgefährlichen Kollegen zu stoppen. foto: df
Von einem Top-Team der Liga spricht Peitings Trainer Leos Sulak, wenn vom Selber Wölfe-Rudel die Rede ist. „Gegen die müssen wir uns warm anziehen und versuchen, unser Spiel zu spielen“, setzt er auf Druck. „Die Selber sind im Sturm sehr stark, und sie haben die meisten Tore geschossen. Gegen die dürfen wir nicht in Konter laufen“, warnt der ECP-Trainer vor allem vor der ersten Sturmreihe der Gäste am Sonntag.
Die Wölfe wurden vor dem Beginn der Saison eher im hinteren Bereich der Liga erwartet. Doch sie erwiesen sich als recht bissig und haben zugeschnappt. Platz vier behauptet die Mannschaft, nur Peiting, Bad Tölz und Füssen stehen besser als die Truppe aus der Porzellanstadt. Dreimal trafen die beiden Kontrahenten schon aufeinander, und die Gäste setzten den Peitingern nicht nur zu, sondern sie gingen auch zweimal als Sieger vom Eis. Zum Auftakt beklagte die Mannschaft von Trainer Leos Sulak in Selb eine 2:3-Niederlage im Penaltyschießen, und nach dem 9:5-Heimsieg hatten sie in Selb erneut mit 3:4 im Penaltyschießen das Nachsehen.
Nicht besser ist die Bilanz gegen die Tölzer Löwen. Mit 6:0 behaupteten sich die Peitinger zwar im ersten Aufeinandertreffen, und einmal wurde auf dem heimischen Eis mit 5:4 im Penaltyschießen gewonnen. Die restlichen drei Runden gingen aber mit 4:1, 6:4 und 5:2 an Bad Tölz, das zwar einen kleinen Einbruch erlebte, die letzten beiden Spiele in Passau und gegen Selb aber in der Verlängerung gewann.
Trainer ist in Selb Cory Holden, der schon für Ratingen in der DEL auftrat und zuvor seit 2004 mit Unterbrechung als Spieler und Spielertrainer für die Wölfe im Einsatz war. Seit der laufenden Saison ist der 40-Jährige erstmals hauptamtlich als Trainer tätig.
Die Bad Tölzer gehören beim EC Peiting zu der Sorte Gegner, die ihm überhaupt nicht liegen. „Aber wir fahren nicht dort hin, um zu verlieren, gibt sich Leos Sulak kämpferisch. „Da müssen wir 110 Prozent geben, denn die Tölzer sind gegen uns besonders motiviert.“ Wobei es immer eine Auszeichnung ist, den Spitzenreiter zu besiegen.
Florian Stauder hat das Training aufgenommen. „Aber ein Einsatz käme noch zu früh“, winkt der ECP-Trainer ab. Christian Mayr ist noch verletzt, ansonsten ist die Mannschaft komplett. Aber für eine vierte Sturmreihe fehlt das Personal, so dass der ECP wie gewohnt mit drei Blöcken antritt. df



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