Geretsried - Damit hatte vor wenigen Wochen niemand ernsthaft gerechnet: Zwei Spieltage vor dem Saisonende schwebt das Geretsrieder Eishockeyteam als Tabellen-13. der Landesliga Süd-West in akuter Abstiegsgefahr. Zwar können die River Rats mit einem Punktgewinn im Abschlussmatch am Sonntag in Holzkirchen den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machen. Doch der ärgste Verfolger EHC Bad Aibling kann mit zwei Heimsiegen über Bad Tölz 1b und Forst die Geretsrieder noch gewaltig in die Bredouille bringen. Sportredakteur Thomas Wenzel sprach mit ESC-Trainer Sebastian Wanner über diese kniffelige Situation und die möglichen Folgen.
-Am kommenden Wochenende heißt es nun Alles oder Nichts. Wie sieht Ihre Prognose aus?
Ganz klar: Entweder steigt Bad Aibling ab oder wir. Die Aibdogs haben derzeit einen brutalen Lauf und auch noch zwei Heimspiele gegen Bad Tölz und Forst. Wenn sie beide gewinnen, sind sie mit uns punktgleich - vorausgesetzt wir holen in Holzkirchen nichts. Und im direkten Vergleich mit dem EHC sieht es schlecht für uns aus. Das haben unsere Spieler bei der hohen Niederlage in Aibling nicht bedacht.
-Das klingt nicht sehr optimistisch. Ist der Abstieg also vorprogrammiert?
Nein, keineswegs. Wir sind in der Tabelle immer noch, sagen wir, einen Zentimeter weiter vorne. Und wir können am Sonntag in Holzkirchen aus eigener Kraft den notwendigen Punkt zum Klassenerhalt holen - am besten natürlich mit der Unterstützung von vielen Geretsrieder Fans. Möglicherweise können wir ja am Freitag auf ein bisschen Schützenhilfe aus Bad Tölz hoffen.
-Mit welcher Einstellung geht die Mannschaft in das letzte Match?
Keine Frage: Das ist eine Situation wie in den Play-offs. Es ist das letzte und alles entscheidende Match. Es ist sicher einigen Akteuren nicht ganz klar, dass es hier um mehr geht als um ein gewonnenes oder verlorenes Spiel. Auch die Zukunft des Vereins hängt ein wenig vom Ausgang der Saison ab.
-Die Mannschaft steht also unter Druck?
Nein, ich versuche ihr den Druck zu nehmen, sonst schleichen sich noch mehr Fehler ein. Ich werde auf jeden Fall diejenigen nominieren, die mit dieser Situation umgehen können. Und eines ist klar: Keiner in der Mannschaft hat Lust darauf, in der nächsten Saison in der Bezirksliga zu spielen.
(Das komplette Interview lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur)












