Der Nächste, bitte! Hier erzielt Moosburgs kleinster Spieler, Sergej Hausauer, das zwischenzeitliche 6:1 gegen den Tabellenletzten aus Nürnberg. Sieben weitere Tore sollten noch folgen. Foto: Fengler

Mit einem Schützenfest in die Zwischenrunde

Moosburg - Bereits zwei Wochen vor Ende der Hauptrunde hat der EV Moosburg sein Saisonziel in der Bayernliga erreicht: Mit einem lockeren 13:1-Erfolg über Schlusslicht Nürnberg lösten die Feistl-Schützlinge am Sonntag das Ticket für die Anfang Februar beginnende Zwischenrunde.

Mit 53 Zählern in den bisherigen 26 Spielen ist Alexander Feistl auch in der laufenden Spielzeit der Topscorer der Moosburger. Dass er in den beiden Partien vor dem Sonntag in Sachen Punkte leer ausgegangen war, hatte ihn deshalb schon ein bisschen gewurmt. Doch diesen Leerlauf konnte der Goalgetter eindrucksvoll beenden: Bereits nach 69 Sekunden schloss Feistl einen sehenswerten Slalomlauf mit dem 1:0 ab. Vier weitere Tore und vier Assists seinerseits sollten noch folgen.

Sein Onkel, Coach Klaus Feistl, stellte bei der anschließenden Pressekonferenz aber lieber die Leistung des gesamten Teams heraus: „Richtig stolz“ sei er auf die Jungs in den vergangenen Wochen gewesen. Selbst die Niederlage nach Penaltyschießen am Freitag in Dorfen sei ihm wegen der Aufholjagd im letzten Drittel „wie ein Sieg vorgekommen“. Dass man jetzt bereits den Platz unter den ersten Zehn sicher habe, sei ein Riesen-Erfolg. „Und in der Zwischenrunde“, die Anfang Februar beginnt, sagte Feistl, „nehmen wir uns neue Ziele vor: Platz zwei und damit die Halbfinal-Playoffs.“

Über die 60 Minuten zuvor verlor der Moosburg-Trainer kaum ein Wort. Zu groß waren die Unterschiede auf dem Eis. Der EHC 80, der das Hinspiel bereits mit 0:12 verloren hatte, war ausschließlich auf Schadensbegrenzung aus. „Was soll man da sagen?“, fragte sich Gäste-Coach Sergej Hatkevitch. „Ich kann Moosburg nur gratulieren.“

Ihren einzigen Achtungserfolg „feierten“ die Nürnberger nach 26 Minuten in Form eines versenkten Penaltys. Dies war jedoch auch die einzige nennenswerte Herausforderung für Hausherren-Keeper Thomas Hingel. Er verließ zur Hälfte seiner letzten Partie für Moosburg das Eis - begleitet vom Applaus der knapp 500 Zuschauer (darunter viele Schüler mit Freikarten). Den Applaus hatte er sich nach einigen starken Auftritten vor allem zum Jahreswechsel auch verdient. Hingel kehrt nun zum Zweitligisten Landshut zurück, wo er aber wohl wieder auf der Bank Platz nehmen muss. (ba)

EV Moosburg - EHC 80 Nürnberg 13:1 (3:0, 5:1, 5:0)

Tore: 1:0 (2.) Feistl (Hausauer, Waitl), 2:0 (14.) Held (Labute), 3:0 (18.) Fischer (Waitl, Feistl), 4:0 (24.) Gilg, 5:0 Feistl (Fischer, Hausauer), 5:1 (26.) Hahn (PEN), 6:1 (33.) Hausauer (Feistl), 7:1 (34.) Feistl (Waitl, Hausauer), 8:1 (35.) Daffner (Popp, Dylla), 9:1 (41.) Harrer (Daffner, Feistl), 10:1 (48.) Oswald (Feistl), 11:1 (57.) Popp (Dylla, Daffner), 12:1 (57.) Feistl (Hausauer), 13:1 (58.) Feistl (Waitl).

Strafminuten: EVM 12 plus 2x10 (Erl, Dylla), EHC 20 plus 2x10 (Hörl, Meiler).

Zuschauer: 473.

Aufstellung: Hingel, Neubauer; Oswald, Ohr, Waitl, Mayer, Erl, Fengler, Weinzierl; Held, Dylla, Labute, Popp, Fischer, Daffner, Harrer, Holler, Feistl, Gilg, Hausauer.

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