Lockeres Auslaufen? Oder startet der EVM noch mal durch? In den beiden Gastspielen heute in Höchstadt (20 Uhr) und am Sonntag in Dorfen (17 Uhr) wird sich zeigen, ob die Aussagen von Coach Klaus Feistl („Wir haben Platz zwei der Zwischenrunde noch nicht aufgegeben“) nur Durchhalteparolen waren - oder doch mehr.
Fakt ist: Das anvisierte Zwischenrunden-Ziel können die Moosburger derzeit nur durch Fernglas sehen. Nach drei Niederlagen in Folge beträgt der Abstand zu Rang zwei stolze neun Punke. In den ausstehenden fünf Partien können die Grün-Gelben theoretisch zwar noch 15 Zähler holen, ob es am letzten Spieltag in Memmingen - dem aktuellen Tabellenzweiten - aber tatsächlich noch um etwas geht, scheint doch mehr als fraglich zu sein. Auch Präsident Ludwig Kieninger zeigt sich in dem Punkt weniger optimistisch: „Ich hab’ da keine große Hoffnung mehr.“ Aber nach der „tollen Vorrunde“ sei das ja auch nicht so dramatisch. „Allerdings“, so der EVM-Chef, „wäre es schon schön, die Zwischenrunde nicht als Letzter zu beenden“.
Womit man schon beim heutigen Freitag wäre. Denn da muss der EVM zum Schlusslicht. „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ - Unter dieses Motto könnte man die Auswärtsaufgabe in Höchstadt sicherlich am besten stellen. Denn ebenso wie die Dreirosenstädter warten auch die Alligatoren noch auf ihre ersten Zähler. Aber „weil wir uns eine geile Saison nicht so einfach versauen wollen“, so formulierte es HEC-Spielertrainer Daniel Jun, besteht heute zumindest für eines der beiden Teams die Möglichkeit, einen Aufwärtstrend einzuleiten. Die Statistiken der bisherigen Spielzeit sprechen für die Moosburger, die in der Vorrunde sowohl das Heim- (5:1) als auch das Auswärtsspiel (4:3) gewinnen konnten. In Sachen Verletzungspech dürften die Höchstädter, obwohl beim EVM in der vergangenen Woche Günter Oswald (gebrochene Rippe) und Sascha Haschberger (Bandscheibenvorfall) ihr vorzeitiges Saisonende bekanntgaben, ebenfalls schlechter dran sein: Gleich sieben Leistungsträger fehlten den Franken, als sie sich am vergangenen Sonntag in Dorfen mit 8:0 abwatschen lassen mussten.
Dort muss der EVM an diesem Sonntag ran - und das sicher mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch. Denn in den bisherigen drei Derbys wollte gegen den Nachbarn lediglich ein Punkt herausspringen. Besonders bitter war die jüngste 4:5-Heimniederlage, als man die Defensive des ESC trotz zahlreicher Überzahlsituationen nicht ins Wanken bringen konnte. Kieninger wünscht sich deshalb, dass man am Sonntag nicht mit leeren Händen die Heimfahrt antreten muss: „Das würde ich schon alleine unseren Fans gönnen, die uns dort hoffentlich wieder recht zahlreich unterstützen werden.“ (ba)











