Drei Aufeinandertreffen in dieser Saison, drei Niederlagen. Und in der Landesliga-Spielzeit 11/12 gewannen die Alligatoren auch nur eines von vier Matches gegen die Grün-Gelben. „Moosburg liegt uns irgendwie nicht“, sagte ein sichtlich enttäuschter Daniel Sikorski, Kapitän des Höchstadter EC. Dem konnte sein Spielertrainer Daniel Jun in der Pressekonferenz nur bedingt zustimmen, denn: „Ich mag die Partien gegen Moosburg, die haben eine ähnliche Spielanlage wie wir. Aber wir hatten uns heute schon mehr ausgerechnet.“
Die Ausgangslage war für die Mannschaften gleich: Beide sind Aufsteiger, beide haben locker den Klassenerhalt geschafft, und beide stehen sie nach drei Spielen in dieser Gruppenphase noch ohne Punkte da. Da war es um so verständlicher, dass gerade die Höchstadter in ihrer Heimpartie diese Negativ-Serie beenden wollten.
Und das Spiel begann auch ganz nach dem Geschmack der 336 Zuschauer: Bereits in der 5. Minute klingelte es im Kasten von Manuel Neubauer. Da konnte man schon sehen, warum Gäste-Coach Klaus Feistl nach dem Abpfiff das Defensivverhalten seiner Mannschaft bemängelte - vor allem im ersten Drittel. Denn auch beim zweiten Tor in der 13. Minute für die Hausherren sah die EVM-Hintermannschaft nicht wirklich sattelfest aus. Allerdings fehlten Feistl drei wichtige Verteidiger (Oswald, Waitl, Seidlmayer), so dass Stürmer Rob Labute nach hinten rücken musste. Und die Hiobsbotschaften im ersten Durchgang nahmen kein Ende: Mit Florian Mayer fiel noch ein Stamm-Verteidiger aus.
Ein Patzer von Spielertrainer Jun war es dann, der Moosburg in der 18. Minute den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer durch Eric Dylla ermöglichte. Die Partie war damit wieder offen.
Zäh verlief das Spiel dann im zweiten Abschnitt. Es gab zwar etliche gute Torchancen, aber keine Tore - bis zur 33. Minute: Da nutzte der EVM eine Überzahl zum Ausgleich. Und es kam noch besser: Nur knapp eine Minute später markierte Alex Popp die erstmalige Führung für die Gäste.
Die heutige Parade-Sturmreihe der Moosburger (Daffner - Dylla - Popp) war dann auch für den Zwei-Tore-Vorsprung ab der 46. Minute verantwortlich. Abermals vollendete Popp. Noch gaben sich die Panzerechsen aber nicht geschlagen. Nach dem 3:4-Anschluss (52.) setzten die Gastgeber alles auf eine Karte. Mit einem Empty-Net-Goal sicherte der dreifache Torschütze Alex Popp seinen Kollegen die ersehnten drei Punkte. Und machte sich damit angesichts seines 26. Geburtstages am Samstag selbst das schönste Geschenk.












