In den vergangenen beiden Spielzeiten hätte man dem Trainer des EVM das Wort wohl buchstabieren müssen: „V-e-r-l-e-t-z-u-n-g-s-p-e- c-h“. Fast immer hatte der vier volle Blöcke zur Verfügung und musste eher mal einem Spieler mitteilen, dass er sich für das kommende Match nicht umzuziehen braucht. Doch wie schnell aus einem vermeintlichen Fremdwort Gewohnheit werden kann, bekommt gerade der aktuelle Moosburger Coach Klaus Feistl zu spüren. Kurz vor dem drittletzten Bayernligaspiel kämpft der EVM gegen eine Verletzungsmisere an. Wenn Feistl heute im Heimspiel gegen Spitzenreiter EHC Bayreuth (19.30 Uhr) drei Blöcke zusammenbringt, dann ist quasi alles gutgegangen.
Los ging’s vor wenigen Wochen mit Verteidiger Christian Seidlmayer (Ellenbogen). Dann kam Kapitän Günter Oswald mit seinem Rippenbruch dazu und vergangene Woche vermeldete nach einem Arztbesuch auch „Urgestein“ Sascha Haschberger sein Saisonende (Bandscheibenvorfall). Sein bisheriger Sturmeihenpartner Daniel Harrer trägt seit dieser Woche eine Schiene, nachdem er sich beim Aufwärmen in Dorfen einen Bänderriss zugezogen hat. Soweit die Härtefälle. Unter der Rubrik „Hoffnung“ laufen die Verteidiger Florian Mayer und Maxi Waitl. Während Mayer ebenfalls Probleme mit den Bändern hat - Feistl: „Die Chancen sind 50:50, dass er spielt“ - laboriert Waitl an den Folgen eines grippalen Infekts. Hinter dem Einsatz von Patrick Holler, der am Sonntag einen Stockschlag abbekommen hat, stehen ebenfalls noch Fragezeichen.
Aber Feistl will nicht jammern. „Selbst wenn sechs oder sieben Spieler ausfallen, ist das für mich kein Alibi“. Den großen Favoriten Bayreuth will er mit seinen Schützlingen so gut fordern, wie es nur geht. Darauf, dass es die „Tigers“ aufgrund ihres Punktepolsters als Tabellenführer der Zwischenrunden-Gruppe B lockerer angehen lassen könnten, setzt der Coach nicht: „Das ist eine klasse Mannschaft. Die wollen sich hier auf keinen Fall blamieren.“(ba)










