Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee fährt ohne Druck nach Schwenningen - Greg Collins sitzt Sperre nach dritter Disziplinarstrafe ab

Auszeit für Collins: Nach einer kleinen Auseinandersetzung in Heilbronn bekam der US-Amerikaner seine dritte Zehnminuten-Strafe und muss ein Spiel pausieren. foto: or
Drei Punkte an jedem Wochenende - so hat Ralph Bader das Ideal in den vergangenen Wochen mal festgelegt. Zuletzt hat das zweimal in Folge ganz gut funktioniert, weshalb der SC Riessersee in der 2. Eishockey-Bundesliga zwölf Spiele vor Schluss der Hauptrunde theoretisch noch alle Chancen auf einen Playoff-Einzug hat. An diesem Wochenende dürfte es jedoch schwierig werden. Zum einen hat das Team von Trainer Zdenek Travnicek kein Heimspiel, weil es am Sonntag aussetzen muss, zum anderen geht es am heutigen Freitag zu den Schwenninger Wild Wings. Die haben nach vielen Anlaufschwierigkeiten endlich ihre Form gefunden und sind in der Tabelle mittlerweile dort zu finden, wo sie - ehrlich gesagt - auch hingehören: im absoluten Spitzenfeld.
Allein deshalb setzt Travnicek die Messlatte für die Partie im Ostschwarzwald nicht zu hoch an. „Wir sind jetzt schon so weit, dass jeder von uns immer einen Sieg verlangt, egal, wo wir spielen“, bemängelt der Coach. „Wir müssen auch mal auf dem Boden bleiben.“ Ein Versprechen gibt er aber auch: „Natürlich versuchen wir immer, das Beste rauszuholen.“ Und oftmals ist das dem Aufsteiger in der laufenden Saison auch gelungen. „Unsere 47 Punkte kommen ja auch nicht von ungefähr.“
Über eine Aktion der Marke Collins kann der Coach noch ganz gut hinwegsehen. Nicht aber über die vielen unnötigen Strafzeiten, die sich seine Profis immer mal wieder einfangen. „Wenn wir da nicht drauf schauen, wird das ein Problem. Vor allem die Fouls mit dem Stock sind überflüssig.“ Vielleicht sind gerade die aber auch eine Folge davon, dass einige der Leistungsträger zuletzt viel Eiszeit und demnach wohl auch etwas müdere Knochen hatten. Um dem vorzubauen, ließ es Travnicek im Training in dieser Woche etwas ruhiger angehen. „Jetzt sind die Beine frisch und die Köpfe frei“, meint er. Da kommt ihm auch ganz gelegen, dass an diesem Wochenende nur eine Begegnung auf dem Terminplan steht. „In so einer Phase tut das gut.“ Auch wenn der Abstand auf den Playoffplatz mit sehr großer Wahrscheinlichkeit anwachsen wird.



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