Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee reist zum Prestige-Duell nach Rosenheim am Sonntag Heimspiel gegen Landshut - Bader: „Wir können jeden schlagen“

Abschied: Tim Katzer steht vor einem Wechsel zum EC Peiting. Foto: rabuser
Erfolg macht furchtlos, wie es scheint. Noch vor ein paar Monaten gehörte der SC Riessersee zu den Top-Abstiegskandidaten der 2. Bundesliga. Nun schnuppern die Werdenfelser an den Playoff-Plätzen, und es kann sie selbst Spitzenreiter Landshut (Heimspiel am Sonntag, 18.30 Uhr) und der Tabellendritte Rosenheim nicht mehr schrecken. „Wir fürchten uns vor niemanden“, stellt SCR-Manager Ralph Bader vor den beiden bayerischen Duellen selbstbewusst klar. „Wir haben schließlich schon gezeigt, das wir jeden schlagen können - auch Rosenheim.“ Den Beweis erbrachten die Werdenfelser Anfang Dezember: Damals lieferten sich die Teams ein packendes Duell, das der SCR mit 7:4 für sich entschied.
Ein ähnlich spannendes Derby könnte es auch heute Abend (19.30 Uhr) in Rosenheim wieder werden, vermutet Trainer Zdenek Travnicek. „Das ist eines der Spiele, wie wir sie uns alle wünschen, eines bei dem die Jungs über sich hinauswachsen. Es geht schließlich auch ums Prestige.“ Tendenz? „Es wird eine enge Kiste, aber wir sind in der Lage, was zu reißen. Wir sind einen Schritt weiter.“
Und auch in der Abwehr scheinen sich die Pärchen gefunden zu haben. Nur im dritten Block hat Travnicek immer noch die Qual der Wahl: „Matthias Mayr, Andreas Feuerecker und Marcus Weber haben zuletzt alle gut gespielt. Bei ihnen entscheidet die Tagesform, wer zum Zug kommt.“
Ein Sonderlob hat sich sicherlich auch Alexander Deilert verdient. Der schwedische Neuzugang hat nicht nur die wacklige Abwehr stabilisiert, sondern ist auch ein wichtiger Baustein der immer besser funktionierenden Powerplay-Formation. „Er ist eine Spitzenverstärkung“, sagt Travnicek. „Und er wird noch besser“, ergänzt Bader.
A propos Powerplay: Das haben auch die Rosenheimer ziemlich gut drauf - sogar sehr gut. Mit einer Erfolgsquote von 26 Prozent liegen die Starbulls ligaweit auf Platz eins. „Aber wir haben ein Spitzenunterzahl, auch wenn es zuletzt in Hannover nicht so gut funktioniert hat“, hält Travnicek schmunzelnd dagegen. Wie gesagt: Furcht gibt es beim SC Riessersee dieser Tage nicht.



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