Peiting - Die nächste Runde ging an den EC Peiting, so dass es nach dem siebten Aufeinandertreffen zwischen dem Klassenprimus der Oberliga Süd und Verfolger EC Bad Tölz 4:3 für die Mannen von Trainer Los Sulak steht. Mit 5:4 (2:2, 0:1, 2:1, 1:0) bezwang der ECP die Tölzer Löwen und festigte damit seine Führung.

Engagiert im Derby: Peitings Robin Slanina (links) wird beim 5:4 des ECP vom Tölzer Florian Kolacny bedrängt. foto: df
Es war der Gala-Abend von Christian Mayr, der seinen 33. Geburtstag feierte und sich selbst und die Mannschaft beschenkte. Zunächst brachte er die Gastgeber in Führung, 25 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang ihm der Ausgleich zum 4:4, womit er den ECP in die Verlängerung rettete, und in der 64. Minute krönte May seine super Vorstellung mit dem Siegtreffer.
„Das Spiel hätte 30 Sekunden früher aus sein sollen“, bedauerte Löwen-Trainer Florian Funk, dass seine Mannschaft den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hat. „Aber das passiert halt mal, wenn man nicht das macht, was man im Training lernt.“ Das Bully vor dem Bad Tölzer Tor haben die Gäste in einer Zeit, in der sie in den letzten regulären Minuten arg unter Druck gerieten, noch gewonnen. Doch dann ein Querpass von Milos Vavrusa zu Mayr, und der zog erfolgreich zum 4:4 ab.
Den ersten Treffer legten die Gäste durch Thomas Merl (9.) vor. Mayr gelang der Ausgleich (16.), nachdem Keeper Jakob Goll zuvor abgewehrt hatte. Manfred Eichberger sorgte sogar für eine Führung (17.), als die Scheibe von der hinteren Torbande schräg abprallte und er sofort reagierte, ehe Johannes Sedlmayr zum 2:2 (18.) ausglich.
In Durchgang zwei nahmen die Peitinger Fahrt auf und machten alle Anstalten, als hätten sie den Gegner endlich in den Griff bekommen. Es kam aber noch anders: Ein Treffer in Unterzahl sorgte wieder bei den Tölzer Löwen für Auftrieb. Christian Urban war in der 28. Minute der Schütze zum 3:2 aus Sicht der Gäste, die selbst mit einem Mann weniger ein Powerplay-Spiel des ECP verhinderten. Die Felle des ECP schienen endgültig die Peitnach hinunterzuschwimmen, als Christoph Fischhaber die Gäste 25 Sekunden nach dem Beginn des Schlussdrittels mit 4:2 in Führung schoss. Doch nur acht Sekunden später schaffte Michael Kreitl den Anschlusstreffer. Nachdem die Partie doch etwas härter zu werden schien, gelang Mayr der 4:4-Ausgleich, der sicherlich nicht unverdient war. Kurz vorher nahm ECP-Trainer Leos Sulak eine Auszeigt und ersetzte seinen Keeper Florian Hechenrieder durch einen sechsten Feldspieler.
Strafzeiten halfen mit, als die Peitinger zum Siegtreffer kamen. ECP-Kapitän Gordon Borberg kassierte zwei und sein Kontrahent Merl nach einem Handgemenge vier Strafminuten. Die Partie wurde mit vier Peitigern gegen drei Tölzer fortgesetzt, und den freien Platz nutzte Mayr schließlich, den EC Peiting zum Sieger zu machen. df



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