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Gladiators werden viel zu spät munter

Gladiators werden viel zu spät munter

Erding - Nur sehr wenig geklappt hat gestern Abend bei den Erding Gladiators im Heimspiel gegen Deggendorf Fire. So war der 4:2-Erfolg (2:0, 2:0, 0:2) der Gäste auch absolut verdient.

Zu früh gefreut: Deggendorfs Keeper Sandro Agricola meisterte den Schuss von Sebastian Lachner, was Alexander Gantschnig (Nr. 93) aufmerksam verfolgte. foto: bauersachs

Zu früh gefreut: Deggendorfs Keeper Sandro Agricola meisterte den Schuss von Sebastian Lachner, was Alexander Gantschnig (Nr. 93) aufmerksam verfolgte. foto: bauersachs

Beide Teams waren ersatzgeschwächt, bei Erding hatte sich zusätzlich zu den Dauerverletzten kurzfristig noch der erkrankte Ales Jirik abgemeldet. Dafür waren im Vergleich zur Vorwoche Axel Schütz und Christian Poetzel wieder mit dabei.

Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da lagen die favorisierten Niederbayern auch schon vorne. Vor dem Gehäuse von Viona Harrer stimmte die Zuordnung überhaupt nicht, und Deggendorfs Top-Scorer Andrew Schembri hatte keine Mühe, zum 1:0 zu vollstrecken. Vier Minuten später hatte Fire Überzahl, und Brett Wilson stocherte den Puck zum 2:0 ins Netz. Erst jetzt schienen die Gladiators aufgewacht zu sein und hielten die Partie offen. Zwingende Chancen ergaben sich allerdings nicht - die beste hatte Schütz, doch seine Direktabnahme war zu ungenau.

Im zweiten Abschnitt hielten die Erdinger noch eine Zeitlang mit, dann aber sorgten die viel konsequenter agierenden Gäste für die Vorentscheidung: Bei einer etwas konfusen Erdinger Überzahl war es Wilson, dem bei einem Konter das 3:0 für Fire gelang. In der 35. Minute betätigte sich der überragende Wilson als Vorbereiter. Locker wie im Training kurvte er durch die Reihen der Gladiators, für den Abschluss sorgte diesmal wieder sein kanadischer Landsmann Schembri. Eine Minute später dann die beste Gladiators-Möglichkeit, doch Stefan Peipe vergab freistehend.

Im Schlussabschnitt mühten sich die Knallinger-Schützlinge redlich, das Resultat zumindest noch ein wenig erträglicher zu gestalten. Doch Alex Gantschnig konnte Sandro Agricola zunächst ebenso wenig überwinden (47.) wie Kapitän Peipe (49.). Dann aber kam plötzlich doch nochmal Spannung auf, denn innerhalb von nur 14 Sekunden verkürzten Schütz und Timo Borrmann auf 2:4 (53.). Fire-Coach Kim Collins nahm daraufhin eine Auszeit, um sein Team wieder zu beruhigen. Sein Gegenüber Knallinger versuchte nochmal alles. Er reduzierte auf zwei Blöcke und nahm auch noch seine Torhüterin vom Eis, doch konnten die Gladiators dem Spiel keine Wende mehr geben. Sie waren zu spät richtig munter geworden.

Statistik

Tore: 0:1 (4.) Schembri (Ortolf, Wilson), 0:2 (8.) Wilson (5-4), 0:3 (28.) Wilson (Schembri/4-5), 0:4 (35.) Schembri (Wilson), 1:4 (53.) Schütz (Poetzel, Kürten), 2:4 (53.) Borrmann (Engel, Mitternacht). - HSR: Cory Müns. - Zuchauer: 750. - Strafminuten: Erding 2, Deggendorf 10. wk

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