Schongau - Zu einem Sieg hat es bei der EA Schongau in der Bayernliga nicht gereicht. Aber die Niederlagen werden knapper, und die Gegenwehr stärker. Die Lechstädter steigern sich. Beim favorisierten ECDC Memmingen unterlag die EAS erst in der Schlussphase mit 3:6 (2:2, 0:3, 1:1).

Steigerung: Im Hinspiel musste der EAS Keeper bei der 2:9-Niederlage gegen Memmingen (Bild) noch neunmal hinter sich greifen. Bei den Allgäuern hielt die EA Schongau die Niederlage mit 3:6 in Grenzen. foto: df
Ob gewonnen oder verloren wird, das ist in der laufenden Runde und vor dem abschließenden Punktspiel-Wochenende am 3. und 5. Februar inzwischen einerlei. Den letzten Platz wird der Aufsteiger ohnehin nicht mehr abgeben. Vielmehr ist Trainer Robert Kienle bemüht, seine Eishockey-Cracks auf die nächste Abstiegsrunde einzustimmen, und er ist auf einem guten Weg, wie die Leistungen signalisieren.
Eine weitere Bestätigung war das Match im Allgäu. „Angesichts der Ausfälle war von unserer Mannschaft nicht viel zu erwarten“, gab Pressesprecher Gerhard Siegl zu bedenken, „doch dafür verkaufte sie sich nicht schlecht, und zumindest ein Drittel lang konnte sie den haushohen Favoriten ärgern“, lobte er. Weil Julius Sinkovic seine Verletzung für die nächste Runde auskurieren soll, und weil Matthias Brahmer und Norbert Löw krank waren, musste der Trainer seine Reihen neu mischen. Memmingen kam auch besser ins Spiel und verschaffte sich bis zur siebten Minute eine 2:0-Führung.
Es spricht für die EAS-Cracks, dass sie sich angesichts des Rückstandes nicht gleich aufgaben, sondern weiterhin bemüht waren. Solcherlei Tugenden wurden zunächst belohnt. Tobias Schübbe verkürzte aus Sicht der Gäste auf 1:2 (9.), und Oliver Glöckner gelang sogar der 2:2-Ausgleich (15.).
„In der 34. Minute trennten sich dann die Wege zwischen dem Vierten und Sechzehnten“, sprach Gerhard Siegl das 4:2 an, dem sechs Minuten später das 5:2 durch Torjäger Brendan McLaughlin folgte, als Schongau noch immer in Überzahl spielte.
Brendan McLaughlin war in der 52. Minute auch zum 6:2 für den ECDC Memmingen erfolgreich. Dass es nicht dabei blieb, dafür sorgte die EAS. In der 54. Minute verkürzte Bastian Grundner auf Zuspiel von Matrkus Schneider auf 3:6 für die EAS, die weitere Gegentreffer in den verbleibenden sechs Minuten verhinderte.
„Entgegen so mancher geäußerter Befüchtung hat sich unsere Mannschaft nicht abschlachten lassen“, lobte Schongaus Pressesprecher die Gäste, die im Allgäu wieder Bayernliga-Reife bestätigten. „Aber für eine größere Überraschung fehlen unserer Mannschaft doch die spielerischen Mittel“, gestand er.
Am Wochenende macht die Bayernliga Pause. Die Zeit will Trainer Robert Kienle nutzen und sein Team auf die letzten beiden Einsätze sowie die Abstiegsrunde vorbereiten. Dann müsste zumindest der Klassenerhalt möglich sein, auch wenn die EAS nicht das brachte, was von ihr erwartet wurde. df



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