Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee gewinnt mit 3:2 nach Penaltyschießen gegen Hannover - Zweimal Rückstand aufgeholt

Schlag ein: Tim Regan besorgte den 1:1-Ausgleich für den SC Riessersee. Foto: sehr
So macht Eishockey richtig Spaß: Der SC Riessersee hat die Hannover Indians nach einer bärenstarken Leistung mit 3:2 nach Penaltyschießen geschlagen. Dabei holte das Team von Zdenek Travnicek nicht nur zweimal einen Rückstand auf, sondern zeigte Tempo-Eishockey vom Allerfeinsten.
Travnicek hatte Herz gefordert - und er bekam Herz. Sehr viel Herz sogar. Der SCR startete wie entfesselt in die Partie, kämpfte, ackerte und rannte sich die Seele aus dem Leib. Bis zur ersten Chance dauerte es nicht mal eine Minute: David Appel passte zu Greg Collins, Schuss - gehalten. Dann eine Schrecksekunde für die Werdenfelser: Nach Benjamin Barz wanderte auch noch Florian Vollmer auf die Strafbank: 3:5-Unterzahl. Doch Hannover war erschreckend harmlos. Mehr als ein Schussversuch von Markus Gleich sprang nicht heraus.
Wieder komplett drückte der SCR kräftig aufs Gaspedal. Die Indians hatten kaum Luft zum Atmen. Einziger Schönheitsfehler: Das Führungstor schossen die Anderen. Michael Fröhlich bediente Robin Just, der den Puck unhaltbar ins SCR-Tor abfälschte. Die Werdenfelser geschockt? Von wegen! Nur wenige Sekunden später hatte Brock Sheahan den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Edgars Lusins im Gästetor. Ähnlich erging es Appel, Christian Völk und Sepp Staltmayr, die Lusins unter Dauerbeschuss nahmen. Aber der Puck wollte einfach nicht über die Linie. Richtig viel Pech hatte Lubor Dibelka, der nur die Latte traf. Der Tscheche sorgte auch für den nächsten Höhepunkt der Partie: Im gegnerischen Drittel tanzte er auf zwei Quadratmeter gleich drei Hannoveraner aus. Weltklasse - nur leider ohne zählbaren Ertrag.
Hochspannung pur war also für den letzten Abschnitt garantiert. Der SCR rannte weiter an, ließ aber beste Chancen - unter anderem eine 5:3-Überzahl - liegen und wurde bitterlich bestraft: Vier Minuten vor dem Ende tankte sich Dirk Jelitto durch und schob zum 2:1 ein. Unverdienter ging’s zu diesem Zeitpunkt kaum. Aber die Werdenfelser hatten noch einmal eine Antwort parat: Einen Staltmayr-Schlagschuss fälschte Appel zum vielumjubelten 2:2 ins Netz.
Nach einer torlosen Verlängerung sicherte Staltmayr im Penaltyschießen dem SC Riessersee den zweiten Punkt. So hatten er und seine Kollegen dann doch noch richtig viel Spaß.



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