Kaufbeuren - Dritter Auswärtssieg in Folge: Auch in Kaufbeuren gelingt dem SC Riessersee ein 3:2-Erfolg durch Dibelkas Dreierpack

Voller Einsatz: Tyson Marsh (l.) wirft sich in den Schuss von Ex-SCR-Spieler Bernhard Ebner. foto: Rabuser
Ein Auswärtssieg ist eine schöne Sache, erst recht dann, wenn es der dritte in Folge ist. Mit dem 3:2-Erfolg beim ESV Kaufbeuren, dem vierten Sieg am Stück, hält der Aufwärtstrend beim SC Riessersee weiter an. Das Team ist in der Tabelle sogar auf Platz sieben geklettert.
Mehr als ein Spielwochenende mit vollzähligem Kader war SCR-Trainer Zdenek Travnicek nicht vergönnt. Neben Michael Rimbeck, dessen Einsatz aufgrund einer Gehirnerschütterung ohnehin fraglich war, meldete sich in der Nacht auf Freitag auch Florian Vollmer krank. Dessen Position als Mittelstürmer der zweiten Angriffsreihe besetzte Martin Pfohmann, wodurch sich das Vorhaben, mit vier Reihen agieren zu lassen, dann doch erledigt hatte.
Kaufbeurens ursprünglicher Plan, nach zwei Heimpleiten mit 13 Gegentreffern gleich von Beginn an vehement die Gegenspieler zu attackieren, wurde von frühen Strafzeiten stark gebremst. Allerdings ohne Nutzen für die Gäste, die ihre schwache Powerplay-Quote nicht aufmörteln konnten.
Den ersten Torerfolg durften dann die Kaufbeurer bejubeln. McFeeters traf im Nachschuss, als die Scheibe urplötzlich frei im Torraum lag. Kurzzeitig verloren die Garmisch-Partenkirchner durch den Rückschlag die Ordnung. Wild musste gegen Brady Leisenring retten. Abermals Leisenring und Andrew McPherson in Unterzahl kamen auch am SCR-Goalie nicht vorbei.
Der sorglose Umgang mit den Chancen brachte die Mannschaft von Ken Latta zur Halbzeit der Partie in ernste Schwierigkeiten. Riessersee rappelte sich auf und legte wieder zu. Auf einmal klappte es sogar in Überzahl. Sepp Staltmayrs Schlenzer von der blauen Linie lenkte Lubor Dibelka zum Ausgleich über die Linie (35.). Der Treffer war Gold wert fürs Selbstvertrauen der Gäste. Da war sogar der annullierte Treffer von Tobi Biersack - zeitgleich mit dem Abseitspfiff - zu verkraften. Denn schon kurze Zeit später war der Torjubel berechtigt: Dibelka fand keine Anspielstation, dafür funktionierte das Zusammenspiel mit den Kaufbeurern. McFeeters bugsierte den Puck unglücklich ins eigene Netz.
Resignation machte sich dann beim Heim-Publikum breit, als Dibelka der zweite Streich des Abends gelang. Von Collins perfekt in Szene gesetzt, zögerte der Tscheche den Abschluss so lange hinaus, dass seinem 17. Saisontreffer auch wirklich nichts mehr im Wege stand.
Langsam darf Ralph Bader die Kataloge studieren. Für den Fall von fünf Siegen in Folge versprach der Geschäftsführer seinem Trainer einen Fernseher für die Kabine zu. Nummer vier ist eingefahren, denn Kaufbeuren konnte durch Menge nur noch einmal auf 2:3 verkürzen. (Oliver Rabuser)



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