Garmisch-Partenkirchen - 3:2 in Dresden macht Fünf-Punkte-Wochenende perfekt - Appel zweifacher Torschütze - Regan trifft in Verlängerung

Da jubelt der Kapitän: Tim Regan machte in der Verlängerung den Sieg des SC Riessersee in Dresden – der zweite überhaupt erst auswärts – klar. foto: bse-Pictures
Vielleicht ein paar mehr Auswärts-Pünktchen - die hatte sich Manager Ralph Bader vor dem Start in die zweite Phase der Eishockey-Saison gewünscht. Dass es deren zwei gleich beim ersten Anlauf in Dresden geben würde, das war gestern Abend schon eine Überraschung - sicher auch für die Oberen beim SC Riessersee. 3:2 nach Verlängerung gewannen die Garmisch-Partenkirchner bei den Eislöwen und arbeiteten sich auf Platz neun in der Tabelle der 2. Bundesliga nach vorne.
Eine kleine Überraschung hatte der SCR gleich in seiner Startaufstellung parat: Es stand nämlich nicht Hardi Wild im Gehäuse der Garmisch-Partenkirchner, sondern Daniel Huber. Der Neuzugang, der in dieser Saison erst 14 Minuten Eiszeit in Bietigheim bekommen hatte, zog sich die Maske über und machte sich auf in den Torraum. Aufklären konnte Bader. „Hardi Wild ist offenbar ein bisschen angeschlagen am Ellenbogen“, lautet seine Information, die er am Samstag beim Training von Trainer Zdenek Travnicek erhalten hatte. „Er wird wohl etwas geschont.“
Mit dem Resultat konnte der SCR gut leben. Und es motivierte die Werdenfelser offenbar sogar, ein wenig mehr zu tun. Nach einer halben Stunde schlugen sie eiskalt zu: Aus einem klassischen Konter heraus netzte David Appel ein. Nur zwei Minuten später durfte der Tscheche schon wieder jubeln: In der neutralen Zone stibitzte er einem Dresdner den Puck, ging ein paar Meter und hämmerte die Scheibe dann ins Netz.
Sollte es tatsächlich ein Sechs-Punkte-Wochenende werden? Der SCR bemühte sich, den Vorsprung zu verteidigen. Doch nach fünf Minuten verkürzten die Hausherren durch Henry Martens. Bangen dann, als die Eislöwen eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen. Doch der SCR überstand die Phase und bekam die Partie danach eigentlich ganz gut unter Kontrolle. Der Ausgleich fiel trotzdem noch. Hugo Boisvert profitierte von einem Abpraller, der nicht geklärt werden konnte. Der SCR ließ sich davon nicht entmutigen - und gab in der Verlängerung wieder Gas. Kapitän Tim Regan war es schließlich, der den goldenen Siegtreffer markierte. (ah/cf)



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