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Improvisationstalent reicht nicht

418.11.09|EHC Klostersee|EHC Klostersee|
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Artikel: Improvisationstalent reicht nicht

Grafing - Nahe an der Überraschung war der EHC Klostersee. Punkte für die engagierte und kämpferische Vorstellung bei den Passau Black Hawks gab‘s für die Grafinger jedoch keine.

Gab in Passau vergeblich Gas: Florian Saller. Foto: sro

Gab in Passau vergeblich Gas: Florian Saller. Foto: sro

Im Schlussdrittel wurden die Stein-Mannen beim 2:4 (1:1, 1:0, 0:3) noch abgefangen. Zu schnell fing man sich zwei Gegentore ein.

Den Spielrhythmus haben die Klosterseer während der Pause nicht verloren. Doch die personellen Rückschläge wiegen schwer. „Wenn wir Glück haben, dauert es nur ein paar Wochen, kann aber auch sein, dass für ihn die Saison beendet ist“, so Alex Stein zur Situation bei Braydon Cox. Genaueres werde sich erst in den nächsten Tagen nach eingehender Untersuchung ergeben. Neben dem Ausfall des bislang besten und stabilsten Stürmers gab es vor dem Match eine weitere Hiobsbotschaft: Gert Acker verletzte sich zu Hause an der Hand, konnte in Passau ebenfalls nicht auflaufen. Als Ersatz vom Cox-Ersatz im Paradeangriff bot der EHC-Trainer Dominik Bahner auf.

Die Grafinger steckten die personellen Nackenschläge zunächst gut weg. Obwohl schnell drei Unterzahlsituationen zu überstehen waren, gelang eine 1:0-Führung. Martin Zajac traf nach seinem Tor gegen Herne abermals – und diesmal zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt (3.). Die Black Hawks, zwei Tage davor nach 2:0-Führung in Landsberg noch abgefangen, zeigten sich sichtlich beeindruckt. Das änderte sich auch nach dem 1:1-Ausgleich in der achten Minute nicht merklich. Die ersatzgeschwächten Klosterseer mit ihren improvisierten drei Blöcken hielten die Partie absolut offen. Gute Chancen gab es hüben wie drüben, doch die beiden Torleute verhinderten weitere Einschüsse – vorerst.

Den Einstieg in den zweiten Spielabschnitt erwischten erneut die EHCler besser. Die Grafinger „97“ Florian Saller war 97 Sekunden nach Wiederbeginn mit dem 2:1 zur Stelle. Die Gastgeber konnten sich für ihr optisch gefälliges Spielen in diesen Minuten nichts kaufen. Spätestens bei Patrick Ashton, dem im Mitteldrittel ein paar sehenswerte Saves gelangen, war Endstation für die Black Hawks. Das änderte sich zu Beginn der letzten 20 Spielminuten. Binnen 56 Sekunden hatten die Niederbayern die Partie durch zwei Tore gedreht und den IceGate zurück in ein Tollhaus verwandelt. Alles Anrennen der Klosterseer war umsonst. In der Schlussphase besorgte John Sicinski mit dem 2:4 den Rest.

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