München - Der EHC München will mehr Zuschauer ins Stadion locken. Jetzt hat der Verein einen Deal gemacht und Münchner Eishockeyspiele beim Schnäppchenportal „Groupon“ verkauft.
„Eissport par excellence mit rasanten Manövern, unfassbaren Torwartparaden, akrobatischen Stürmertricks und toller Atmosphäre“ oder „Bring mit 6000 Fans die Olympia-Eissporthalle zum Kochen“ sowie „Garantiertes Spektakel“ – die Werbetexter des Gutschein-Internetportals tragen immer ein wenig zu dick auf. So auch beim Deal, der die vergangenen zwei Tage lief: jeweils zwei Stehplatztickets für den EHC München zu 16 statt 32 Euro, erhältlich für die Spiele gegen Mannheim (14.2.), Iserlohn (17.2.) oder Hannover (24.2.).
Erfahrungen mit Groupon-Deals haben bereits die Fußballer von Hertha BSC Berlin gemacht, die zu Zweitligazeiten viele freie Plätze im großen Olympiastadion hatten. Im Eishockey sind die Eisbären Berlin auf neuen Vertriebswegen unterwegs: Die O2-Arena (Fassungsvermögen: 14 000) wird regelmäßig voll, weil es beim Discounter Lidl Tickets für 5 Euro gibt.
„Auch ein interessantes Modell“, findet Claus Gröbner. Doch grundsätzlich will der EHC sensibel vorgehen: „Sonst besteht die Gefahr, dass die Leute nur auf die Schnäppchen warten.“
Günter Klein
Rubriklistenbild: © getty


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