Bad Tölz - Tölzer Löwen beweisen Geduld und schlagen Klostersee mit 6:0. Yanick Dubé mit Doppelpack, Sedlmayr-Comeback mit drei Scorerpunkten.

Lassen sich feiern: Die Tölzer Löwen in den Meisterdressen nach dem 6:0 gegen den EHC Klostersee. Torhüter Andreas Jenike (vo. li.) hielt seinen Kasten sauber, Hannes Sedlmayr (re.) traf bei seinem Comeback gleich wieder ins Schwarze. pr
Ein Hauch von Nostalgie lag in der Luft, als Georg Eberl das Eröffnungsbully einwarf: Der Kapitän der ECT-Meistermannschaft von 1962 eröffnete gestern Abend die Partie der Löwen gegen den EHC Klostersee. Zum Gedenken an den Tölzer Triumpf vor 50 Jahren liefen die Löwen in optisch den Dressen von damals angepassten Trikots auf. Das Eishockey, das sie zeigten, war allerdings modern: Hohes Tempo, wenig Fehler, und nach einer gewissen Anlaufzeit höchst effizient: Nach torlosem ersten Drittel drehten die Löwen auf, und fegten die Grafinger mit 6:0 aus der Hacker-Pschorr-Arena. „So klar war es nicht von Anfang an“, räumt Trainer Florian Funk ein. „Aber mit den Toren kamen auch noch mehr Chancen.“
Die Löwen - in ungewohntem Orange-Rot der Nostalgie-Trikots, aber in gewohnt hohem Tempo - machten von Beginn an Druck. Aber die Klosterseer hielten zunächst durchaus mit. „Sie hatten auch ihre Chancen“, gibt Funk zu. Phasenweise setzten sich die Löwen aber vor Martin Morczinietz’ Kasten fest und nahmen ihn unter Dauerbeschuss. Der EHC-Keeper zeigte sich - wie schon im Hinspiel vor Wochenfrist - gut aufgelegt und hielt seinem Team die Null fest.
Doch die Löwen bewiesen Geduld - und plötzlich ging es ganz schnell: In Überzahl startete Christian Kolacny einen Angriff, Hannes Sedlmayr bediente Yanick Dubé, der zur Führung vollstreckte. Nur wenige Sekunden später gewann Merl das Duell mit Morczinietz - 2:0. Dann leistet sich ausgerechnet der gute Grafinger Schlussmann einen Patzer, als er ohne Not einer Scheibe entgegenging. Riskant. Aber folgenlos: Matthias Bergmann klärte, Dubé scheiterte aus kurzer Distanz.
Besser machte es Sedlmayr, der bei seinem ersten Einsatz nach seiner Handverletzung wenig Mitleid mit Morcinietz hatte und nach schönem Zuspiel von Michael Fischer zum 3:0 abzog. „Danach haben wir uns aufgegeben“, räumt EHC-Trainer Doug Irwin ein. „Da hat die Einstellung nicht mehr gepasst.“ Auch die Löwen fuhren ihr Engagement im Schlussdrittel auf ein Minimum herunter, nachdem Christoph Fischhaber schon nach wenigen Sekunden auf 4:0 erhöht hatte. Etwas gezaubert wurde auch noch, natürlich mit Beteiligung der Zaubermaus: Sedlmayr legte Dubé eine Scheibe halbhoch auf, der lupfte den Puck volley in die Maschen.
Beim EHC schlug sich der Frust in Strafzeiten nieder. Eine Überzahlsituation nutzte Peter Lindlbauer zum 6:0-Endstand. In Meisterdressen lässt es sich offensichtlich meisterlich aufspielen.
(Nick Scheder)



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.